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„Kopf an Kopf“ auf Kopfsteinpflaster

Die Schaunummertruppe von „Müllers Hoff"

Eine Besonderheit des Islandpferdegestütes „Müllers Hoff“ in Farven ist die Schaunummertruppe, eine gewachsene, bunt gemischte Gemeinschaft von 20 bis 25 Freizeitreitern, die zwei Dinge verbindet: ihre Liebe zu Islandpferden und die Freundschaft zu Nana Degenhardt.

Über „Müllers Hoff“ hat die Truppe vor vielen Jahren zusammengefunden. Einige „Gründungsmitglieder“ sind bis heute dabei. Die jüngsten Reiterinnen sind um die 14, unser Senior ist Mitte 70. Alle haben riesig Spaß daran, für die „Faszination Islandpferde“ buchstäblich die Fahne hoch zu halten. Auf vielen Messen und Reiterfesten war und ist die muntere Truppe ein echter Publikumsliebling. Unter Nanas Leitung hat die Gruppe ihre Fahnenquadrille schon auf vielen Turnieren und Messen gezeigt. Zu sehen waren die Reiter von „Müllers Hoff“ unter anderem auf der Hansepferd in Hamburg, der Equitana in Essen, der Verdiana in Verden und auf der Weltmeisterschafts-Gala der Jungen Dressurpferde in Verden. Auch aus dem Schauprogramm der Tarmstedter Ausstellung ist die Truppe nicht mehr wegzudenken.

Was „im Ring“ so einfach aussieht, erfordert regelmäßiges Training. In der Hauptsaison - im Frühjahr und Sommer - probt die Gruppe ein- bis zweimal pro Woche: Für 25 Leute einen passenden Termin zu finden, ist manchmal schwieriger als das Reiten!

Wenn die Choreographie feststeht, werden unter Nanas wachsamem Blick die Figuren geprobt, Abstände einstudiert und Reihenfolgen festgelegt.

Dabei findet ein Großteil des Trainings zunächst einmal ohne Pferd statt: Bevor es in die Sättel geht, probt die Gruppe die Quadrille zu Fuß. Wie ein Springreiter den Parcours zwischen den einzelnen Hindernissen per pedes abmisst, studiert die Schaunummerntruppe ihr Programm erstmal am Boden ein.
Meist passiert das mitten auf dem Hof, und so mancher Besucher dürfte schon am Geisteszustand der Beteiligten gezweifelt haben, wenn 25 vielfach erwachsene Frauen und Männer einander eingehakt das Kopfsteinpflaster abschreiten und abwechselnd „Herzilein“, „Mühle“ oder „Kopf an Kopf“ rufen. Nur soviel: Die Nachbarn haben sich an das seltsame Bild gewöhnt!
Stimmen die Abstände? Weiß auch der letzte, an wem er sich ausrichten muss? Wann wird gefächert, wann getrennt? Wenn die Gruppe auf all diese Fragen „zu Fuß richtig antwortet“, geht’s auf die Pferde. Die meisten Reiter sind schon alte Hasen und „Neulinge“ werden so herzlich und pragmatisch aufgenommen, dass sie schneller eine Fahne am Arm haben als sie „Ovalbahn“ sagen können. Nun kommt es darauf an, das richtige Timing auch auf dem töltenden Pferd beizubehalten.

Schaunummernreiten erfordert Konzentration, eine schnelle Auffassungsgabe, Genauigkeit, Teamgeist und rittige, durchlässige Pferde. Mit diesen „Zutaten“ und „The eye of the Tiger“ von „Survivor“ sorgen die Reiter von „Müllers Hoff“ regelmäßig für Begeisterungstürme bei den Zuschauern. Da darf auch gerne gejubelt werden, im Publikum genauso wie auf dem Pferd: Denn nur selbst mit zu reiten macht noch mehr Spaß als zuzusehen!


Alle Bilder: Copyright bei Nana Degenhardt

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