Sie sind hier: Rezensionen ->"Berglind – Ein Kind mit Nebenwirkungen" von Margit Heumann

"Berglind – Ein Kind mit Nebenwirkungen"

von Margit Heumann

Berglind – Ein Kind mit Nebenwirkungen, Roman, 216 Seiten, Tierbuchverlag Irene Hohe,
ISBN 978-3-944464-65-7

Inhalt:

Nach dem tragischen Tod ihrer Schwester und ihres Schwagers reist Solveig nach Island, um ihre neunjährige Nichte kennen zu lernen und wenn nötig nach Berlin holen. Eine Aufgabe, die abwechselnd Toleranz und Härte, Humor und Fingerspitzengefühl erfordert. Denn das traumatisierte Mädchen, mit Schafen, Hunden und Islandpferden in einem großen Familienverband aufgewachsen, bleibt auf Distanz. Und ihr Onkel Leif hat eine völlig andere Vorstellung von Berglinds Zukunft. Kurzerhand beschließt er mit nach Deutschland zu kommen ...

 

 


 

Rezension von Ursula Hilbinger:

Solveig – „Wer so heißt, muss Island lieben“, sagt der schöne Wikinger Leif im Roman bei der ersten Begegnung.
Nicht nur, wer Solveig heißt, muss Island lieben. Ich glaube, es gibt für Islandreisende keine Zwischentöne, entweder man liebt die Insel oder nicht.
Alle, die - wie ich - Island lieben, werden sich freuen, in Margit Heumanns Buch immer wieder auf typisch isländische Eigenheiten zu stoßen, die die zweite Gruppe vielleicht befremden, uns „Islandfans“ aber immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Genauso erging es mir beim Lesen des Romans.
Solveig reist nach dem Tod von Schwester und Schwager nach Island, um ihre neunjährige Nichte Berglind kennen zu lernen. Aber natürlich nicht nur Berglind alleine, sondern auch eine typisch isländische Großfamilie auf dem Land.
Zu Berglind gehören selbstverständlich auch die Pferde, die ihr in der schweren Zeit nach dem Tod ihrer Eltern einen Hauch von Normalität ermöglichen, weil sie ein Leben ohne die Pferde gar nicht kennt.
Solveig steigt während ihres Islandaufenthalts natürlich auch aufs Pferd, aber ich habe es als wohltuend realistisch empfunden, dass sie zwar positiv beeindruckt scheint, aber nicht euphorisch überreagiert, wie das sonst gerne in Romanen geschildert wird. Solveigs Hauptinteresse gilt ihrer traumatisierten Nichte und deren faszinierendem Onkel.
Auch wenn der Leser bald ahnt, wie sich die Geschichte entwickeln wird, macht die Lektüre Freude, weil die Protagonisten einem schnell ans Herz wachsen und Margit Heumann es versteht, in einer klaren Sprache anschaulich zu erzählen.
An manchen Stellen hätte ich mir fast ein wenig mehr Zeit fürs Erzählen und damit  fürs Lesen gewünscht.
Das Ende lässt eigene Gedanken zu, wobei ich sicher bin, dass die Leser alle genau wissen, wie es weitergehen soll.

Ursula Hilbinger, 18.11.2017
(Gymnasiallehrerin, Mediatorin mit Lektoratserfahrung)



Erhältlich beim

Der kleine Verlag mit dem großen Herzen für Islandpferde

Irene Hohe
Pferdefotografie & Tierbuchverlag
Moosweg 9, 96123 Litzendorf
Tel. 09505 7275 Fax: 09505 6785
www.pferdefotos.de
www.tierbuchverlag.de