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Ingo Iven
Sommerekzem –
nicht nur ein Problem der Isländer!
Viele Pferdebesitzer kennen das und wissen: Wenn der Frühling
kommt oder vielmehr der Winter gerade vorbei ist, geht es los. Kaum
eine andere Krankheit treibt Pferde und Besitzer gleichermaßen
in den Wahnsinn wie das Sommerekzem. Die Pferde haben vor allem
in den Stunden der Dämmerung keine ruhige Minute, scheuern
sich aufgrund des Juckreizes oft das komplette Langhaar ab und geraten
bei anfliegenden Insekten geradezu in Panik.
Lettir, manchmal mit alten Gewohnheiten
Doch wie entsteht das
Sommerekzem?
Die betroffenen Pferde reagieren überempfindlich auf die Inhaltsstoffe
des Speichels von Kriebelmücken, Gnitzen und Bremsen. Gnitzen
sind dämmerungsaktiv, wodurch sich auch erklärt, warum
befallene Pferde vor allem in den frühen Morgenstunden und
am Abend oder bei aufziehenden Gewittern verstärkte Unruhe
zeigen.
Welche Pferde sind betroffen
und warum?
Hauptsächlich Robustrassen wie Isländer, Norweger, Haflinger
und Shetlandponys, jedoch wird seit einigen Jahren kaum eine Rasse
verschont. Es gibt Hinweise auf genetische Prädisposition und
Vererbbarkeit. Dies hören viele Züchter nicht gerne. Die
ersten Anzeichen zeigen sich in der Regel im Alter von 2 bis 6 Jahren.
Die Ursache
Längst nicht alle Pferde zeigen auf Stiche eine allergische
Reaktion. Die Ekzembereitschaft eines Organismus ist vorbeugend
durch Medikamente kaum zu beeinflussen. Jedoch wirken sich Ernährungs-
und Stoffwechsel-Fehler negativ aus. Eiweißüberschuss
bei der Fütterung kann ebenso wie starke Verfettung die Allergie-
Bereitschaft fördern. Deutlicher noch zeigen sich Mangelsituationen
im Stoffwechselkreislauf (seien es Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe
oder Spurenelemente) als Mitverursacher für Hauterkrankungen.
Welchen Stellen sind
befallen?
Die Insekten stechen am liebsten dort, wo die Haare senkrecht stehen,
vor allem an der Schweifrübe, dem Mähnenkamm, auf der
Kruppe und an der Bauchnaht. Als Beispiel kann die Shetlandponystute
Laila dienen, die an den typischen Stellen befallen war, bei der
jedoch in weniger als 4 Wochen durch Zufüttern von speziellen
Meeresalgen und eine äußerliche Lotion eine deutliche
Verbesserung des Hautbildes eintrat.
Was passiert?
Oft beginnt der Juckreiz and das Scheuern an der Schweifrübe
und Mähnenkamm, es können sich Pusteln und Knötchen
bilden, die Haare fallen aus oder werden weggescheuert. Hautverdickungen
und Faltenbildung können die Folge sein, Sekundärinfektion
das Bild noch verschlimmern.
Was kann der Besitzer
bei der Haltung eines Ekzempferdes tun?
Standort wechseln – Weide- und Stallbedingungen
ändern. Feuchte Wiesen trocken legen, keine Weide in der Nähe
von Gewässern nutzen. Dies lässt sich selten ohne größeren
Aufwand durchführen.
Auftreten der Insekten beachten – die Pferde
nur zu bestimmten Zeiten auf die Weide lassen, bei schwülem
Wetter einstallen.
Insektenabwehr – Ekzemerdecken und Kopfmasken
können eine notwendige Hilfe sein, um die Insekten fernzuhalten
und den Tieren Ruhe zu geben. Ideal ist das nicht. Die Ursachen
bleiben und nicht alle Pferde fühlen sich im „Pyjama“
wohl!
Insektenrepellents bringen kurzfristige Hilfe und sind nur für
den Ausritt sinnvoll.
Welche Möglichkeiten
der Therapie und Vorbeugung gibt es?
Das Sommerekzem ist nicht nur ein Sommerproblem, sondern zeigt ein
generelles Immundefizit auf, dessen Auswirkungen vor allem im Sommer
sichtbar sind.
Arzneimittel wie Cortisone bieten in schlimmen
Fällen kurzfristige Hilfe. Gespritzt können leider drastische
Nebenwirkungen auftreten, bis hin zum Cortisonekzem, geschmiert
wird auf Dauer die betroffene Haut dünner.
Futterumstellung ist notwendig. Lassen Sie sich
von Ihrem Futterhändler beraten. Achten Sie auf Proteingehalt
und versteckte Zucker (Melasse) in Müsli. Eventuell Mengen
reduzieren und den tatsächlichen Bedarf anpassen. Magerweiden
bevorzugen oder Weidezeiten besonders im Frühjahr reduzieren.
Lotionen und Cremes verschiedener Zusammensetzung
können ihre Berechtigung haben. Wichtig ist jedoch, dass sie
leicht aufzutragen sind, direkt auf die Haut kommen und nicht in
den Haaren kleben. Inhaltsstoffe vermeiden, die die Haut reizen,
das Pferd wird unruhig und mag sich nicht behandelt lassen.
Zusatzfuttermittel werden vorbeugend eingesetzt.
Hierbei sollte man bedenken, dass Hautzellen sich nur alle 28 Tage
erneuern und die Vorlaufzeit mit einzurechnen ist. In dieser Zeit
müssen äußerliche Lotionen den Juckreiz mindern.
Erstaunliche Erfolge wurden mit dem Füttern von Meeresalgen
z.B. NUTRIPFERD™ erzielt, die mit dem organisch gebundenen
Jod den Stoffwechsel aktivieren. Bei einem Feldtest mit 800 an Sommerekzem
erkrankten Pferden wurden nach 3 Sommermonaten bei 21% der Pferde
keine Symptome mehr gesehen, bei 51% war eine deutliche Besserung
eingetreten.

Fohlen kennen das Problem nicht
Meeresalgen: Hilfe aus
dem Meer! Worauf muss man achten?
Die wild wachsenden Algen müssen aus einem Gebiet mit sauberem
Wasser stammen. Trocknung und Aufbereitung sollen schonend bei niedrigen
Temperaturen erfolgen. Im idealen Fall zeigen kleine Mengen große
Wirkung.
Wo kommt dieses „pflanzliche
Wundermittel“ her? Gibt es Hilfe aus dem Meer?
o Erst einmal, es ist kein Arzneimittel sondern ein Futterzusatz
für Pferde, basierend auf der Braunalge Ascophyllum nodosum,
also ein organisches Pulver einer im Atlantik wild wachsenden
Wasserpflanze.
o Regelmäßiges zufüttern von täglich 10g
reicht – Auswirkungen des Sommerekzems werden reduziert,
Haut und Fell sehen besser aus und Pferd und Reiter fühlen
sich wieder wohl.
o Kosten einer 10g Tagesration sind erschwinglich.
Hat die Sache einen
Haken?
o Es gibt einen Zeitfaktor, der beachtet werden muss.
o Hautzellen erneuern sich nur alle 28 Tage, optimal ist es bereits
jetzt mit NUTRIPFERD zu beginnen. Vorbeugen ist besser als heilen!
o Trotzdem kann man jederzeit beginnen, auch später im Jahr
kann man positives bewirken.
o Der ideale Zustand wird nach 2-3 Monaten erreicht. Die Kur sollte
während des Sommers nicht unterbrochen werden, da sonst der
alte Zustand zurückkehrt. Viele Pferdehalter füttern
ganzjährig.
Was kann man in den
ersten 4 Wochen tun?
o NBS Pflegeöl wurde auf Basis von Lebertran entwickelt,
jedoch geruchlos – das freut den Reiter - und kriechend
damit das Öl auch auf die Haut kommt und nicht außen
die Haare verklebt.
o Lebertran beruhigt umgehend die Haut, der Juckreiz lässt
nach.
o Lebertran macht die Haut geschmeidig und wurde früher auch
in Salben eingearbeitet, dann aber wegen des schlechten Geruchs
vergessen.

Vafi, Ekzemer 2008 ohne Decke
Sommerekzem ist eine
Faktorenkrankheit und im Prinzip nicht heilbar.
Eine 100%ige Hilfe gibt es nicht. Nur die Auswirkungen lassen sich
mildern, im optimalen Fall sieht man nicht mehr, dass das Pferd
ein Ekzemer ist. Auch mit Ekzempferden kann man glücklich werden.
Der Aufwand ist größer. Geduld ist angesagt. Wenn man
von innen die Allergiebereitschaft senkt und von außen bei
Bedarf mit lindernden Lotionen unterstützt, wird auch das Pferd
bald den sommerlichen Stress vergessen.
Frau Carolina Rathgens (www.carolina-rathgens.de)
stellte uns die Bilder freundlicherweise zur Verfügung. Sie
hat in Ihrem Islandpferdebestand keine Tiere bei denen das Sommerekzem
sichtbar ist. Alle ohne Ausnahme erhalten seit 8 Jahren regelmäßig
NUTRIPFERD™ bevor äußerliche Anzeichen des Ekzems
auftreten.
Autor: Ingo Iven

Geschäftsführer der Neomed Pharma GmbH
– Moltkestr. 38 – 23564 Lübeck
Tel. 0451 795024
www.sommerekzem.de
E-Mail: neomed-robin@t-online.de
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