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Fleygur: "Ihr Habt ja ein relativ großes Team. Kannst Du kurz erzählen, wer alles dazugehört und welche Angebote rund ums Islandpferd Ihr anbietet?"
Sabrina: "Ja für einen kleinen Betrieb, wie unseren, sind wir schon ein recht großes Team, allerdings muss man ja die Hintergründe dazu kennen. Keiner von uns macht den Betrieb derzeit hauptberuflich, d.h. wir alle haben entweder ein Studium oder einen Beruf, der uns irgendwo noch fordert. Daher ist es auch so wichtig, dass unsere gesamte Familie hinter dem Hof steht.
Wir, das sind erst einmal Heinz-Dieter Fischer, das „Familienoberhaupt“,
zuständig für den landwirtschaftlichen Teil
und Brigitte Fischer, sie kümmert sich um alle Finanzen
und Organisationen der Kursbelegung, Versorgung der Kursteilnehmer
oder Feriengäste und den Reitershop. Dann Ulf Fischer,
IPZV-Trainer B, er studiert Lehramt für die Oberstufe
und ist zuständig für Beritt & Reitschule.
Lars Fischer ist Hufschmied, Landmaschinenmechaniker und
unser Handwerker für alle genialen Um- oder Neubauten
am Stall. Katharina Schwantag ist IPZV Trainer B, Grundschullehrerin
und hilft aus, wo und wann sie kann. Ebenso Maren Stelten,
IPZV Trainer C, auch sie hilft gern mal aus, wenn sie
Zeit hat. Ich bin auch IPZV-Trainer B, studiere Veterinärmedizin,
bin geprüfte Tierheilpraktikerin und zuständig
für alle Fragen rund um Pensionspferde, Verkaufspferde
& Reitschule.
Unser Angebot erstreckt sich vom Verkauf der selbstgezogenen Pferde, Beritt, Pensionsstall, Kurse aller Art, Komplettbetreuung der vierbeinigen Lieblinge, Reitschule, Kinderferien, Tagesritte und was uns sonst noch Kreatives einfällt, wie zum Beispiel ein Orientierungsritt Ende Oktober."
Fleygur: "Im Reitunterricht ist uns aufgefallen, dass Ihr sehr viel Wert auf Sicherheit legt. Bei Euch ist z.B. für Erwachsene und Jugendliche das Tragen eines sturzsicheren Reithelmes nach DIN 33951 Pflicht. Was hat Euch dazu bewogen, hier so "strenge" Regeln festzulegen?"
Sabrina: "Sicherheit steht, wie auch das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter, bei uns ganz oben an. Die Gründe sind vielfältig, zum einen hat es Versicherungsgründe, zum anderen aber auch ganz alltägliche, wie zum Beispiel, dass ein Pferd auch bei einem Top-Reiter mal stürzen kann und dann ist ein Helm manchmal lebensrettend. Außerdem haben Erwachsene eine Vorbildfunktion und dies setzen wir hiermit natürlich auch noch um. Alle unsere Hofleute, vom Freizeitreiter bis hin zum Trainer reiten immer mit Helm, nur so kann man der Jugend auch das Tragen wirklich nahe legen. Wie erklär ich einem Teenie, dass sie mit Helm reiten müssen, aber ein „älterer Anfänger“ nicht? So hat das Ganze auch eine pädagogsiche Seite."
Fleygur:
"Ihr selbst seid ja auch viel im Sport aktiv. Was uns auch immer wieder interessiert, sind die Möglichkeiten für Reitschüler im Sport weiterzukommen, auch wenn sie kein eigenes Pferd besitzen. Gibt es hier bei Euch Perspektiven, z.B. auch mit Schulpferden?"
Sabrina: "Ja wir versuchen
unseren Schülern schon früh die Möglichkeit
zu geben, sich mit ihrem Können zu präsentieren.
Die einfachste Möglichkeit ist unser alljährliches
Hausturnier. Hier können alle zeigen, was sie können.
Schüler, die mehr wollen, sich aber kein eigenes
Pferd leisten können, bekommen bei uns, wenn sie
begabt sind und auch gewillt sind sich fortzubilden, die
Chance mit einem talentierten hofeigenen jungen Pferd
auf dem einen oder anderen Turnier zu starten."
Fleygur: "Gerade Euer Kursprogramm ist ja sehr vielfältig und bietet für jeden etwas, vom Trail- und Geschicklichkeitskurs bis zum Springen. Ein Angebot was uns besonders aufgefallen ist, ist ein Grundkurs im Horseball. Vielleicht kannst Du uns dieses Angebot mal näher erklären."
Sabrina:
"Horseball ist nicht nur ein Sport bei dem es rasant zugeht, es geht hier auch darum, dass Reiter und Pferd zusammenarbeiten, der Reiter lernt seine Hilfen von den Zügeln weg hin zu den Gewichts- & Schenkelhilfen zu verlagern. Beide erhalten über korrektes Horseballtraining auch eine weitreichende Gymnastizierung, schulen ihr Gleichgewicht und die Koordination. Und es macht wahnsinnig Spaß!
Ich habe selber aktiv Horseball gespielt und auch an kleineren Turnieren mit einem kleinen Team teilgenommen. Dies zog unweigerlich Zuschauer und neugierige Reiter an den Platz, wenn wir am trainieren waren. Mit diesem Kurs wollen wir daher allen die Möglichkeit geben, sich einmal Horseball genauer anzuschauen und einen neuen Weg für die Gymnastizierung für sich zu entdecken."
Fleygur: "Bei Euch ist immer etwas los. Ihr sagt, wenn Ihr nicht gerade mit Kursen, Reiterferien oder Turnieren beschäftigt seid, baut Ihr Euren Hof und die Anlage um. Was waren denn Eure letzten Projekte diesbezüglich und was soll zukünftig noch erweitert werden?"
Sabrina: "Zuletzt haben wir im Juli alle alten Tränkensysteme an den Paddocks durch Balltränken ersetzt und auch die komplette Ovalbahn und das Dressurviereck mit einem neuen Zaun versehen.
Für nächstes Jahr steht eine größere Umbauaktion an: die Begradigung der alten Paddockflächen mit Neubau von Einstreuliegeflächen."
Fleygur: "Wir wollen noch kurz auf Eure Zucht zu sprechen kommen. Ihr habt viele interessante Nachwuchspferde. Auf welches Pferd seid Ihr besonders stolz und wie sehen Eure weiteren Zuchtpläne aus?"
Sabrina: "Natürlich sind wir auf alle unsere Nachwuchspferde stolz, aber besonders stechen solche Pferde wie Fina vom Tannenwald heraus, wer freut sich nicht über Ausnahmepferde. Wir züchten ja schon lange mit unseren Stammhengst Megafax vom Guggenberg, dies soll auch hoffentlich noch lange so bleiben, allerdings suchen wir momentan schon in unserer Nachzucht nach einem Nachfolger."
Fleygur: "Abschließend wie immer unsere Standardfrage. Mit welcher Person aus dem "Pferdebereich" würdest Du denn gerne mal bei einem längeren Ausritt ein Gespräch führen und zu welchem Thema?"
Sabrina: "Oh ha, schwere Frage, da fällt mir spontan Tamme Hanken (der ostfriesische Knochenrenker – grins ) und sein Beruf ein, ich glaube mir würden da schon genügend Fragen bezüglich der Pferdeosteotherapie und Chiropraktik einfallen."
Fleygur:
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