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Zum Hof des Jahres 2009

 
 
Fleygur Höfe des Monats

Hof des Monats Dezember 2008 ist
der Islandpferdehof "Auensee" - 83026 Rosenheim
hier geht's zur Fleygur Website vom "Auensee"

 

 

 

Der Islandpferdehof Auensee wurde 2004 auf einem der schönsten Flecken Oberbayerns erbaut: im Süden, direkt im Naherholungsgebiet Rosenheims. Hier leben und arbeiten Birgitta Rowell und Stefanie Zapf zusammen mit Ihren Familien.
Sie bieten Reitunterricht und Kurse, Beritt und Reiterurlaub für die ganze Familie an.
Den Pensionisten steht eine hochmoderne Anlage zur Verfügung, die kaum Wünsche offenläßt.

links: das Team vom Auensee

Fleygur: „Birgitta und Steffi, wie kam es eigentlich zum Islandpferdehof Auensee?“

Birgitta: „Also, kennengelernt haben wir uns vor 13 Jahren, da war Steffi gerade einmal 15 Jahre und ich 23. Das war in einem kleineren Pensionspferdebetrieb, den meine Mutter kurze Zeit zuvor übernommen hatte. Steffi hatte ihr erstes Pferd Godi dort eingestellt.
Es war sofort eine Mischung aus Freundschaft und dem Gefühl eine kleine bzw. große Schwester zu haben. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dann unser Traum von einem eigenen Islandpferdehof.
Die schicksalhafte Fügung kam von 2001 auf 2002, als ich meinen Job bei der Polizei aufgab und Steffi durch einen Arbeitsaufenthalt in Island endgültig sicher war, die Pferde zum Beruf machen zu wollen. Da beschlossen wir, unseren gemeinsamen Traum zu verwirklichen."

Fleygur: „Das hört sich mutig an, alles hinter sich zu lassen. Wie verlief die Gründungsphase dann?“

Steffi: „Insbesondere die Suche nach einem geeigneten Objekt hat lange gedauert. Nach vielen Enttäuschungen aber trafen wir schließlich auf einen ebenso visionären Partner, der in Rekordzeit unseren heutigen Stall aus dem Boden gestampft hat. Mit diesem Stallgebäude nahm unser Islandpferdehof Auensee am 1.01.05 seinen Betrieb auf. Kurz darauf folgten die restlichen Gebäude und Reitanlagen und nach 3-jähriger Aufbauphase haben wir heute wirklich den Hof den wir uns erträumt hatten.“

Fleygur: „Was sind Eure Angebote?“

Birgitta: „Man kann es vielleicht so formulieren, bei uns gibt es alles – außer schlechter Qualität. Naja, einen richtigen Shop und die Möglichkeit zur Jungpferdeaufzucht haben wir leider nicht.“

Fleygur: „Stichwort "Reitunterricht", Ihr habt uns erzählt, dass Ihr dabei seid, ein eigenes Lehrkonzept zu erarbeiten, zu dem im kommenden Jahr auch ein Buch veröffentlicht werden soll. Was hat Euch dazu bewogen?"

Steffi: „Die Idee ist aus der eigenen Leidenschaft für das Unterrichten entstanden. Wir sind Reitlehrer mit Leib und Seele.“

Birgitta: „Hinzu kommt, dass wir mit unseren Reitschülern die Erfahrung gemacht haben, dass die klassische Reitlehre oft unverständlich gelehrt wird oder aber von den Unterrichtenden selbst offensichtlich missverstanden wird. In unserer Aufbauphase haben wir viele Reitschüler von anderen regionalen Ställen -nicht Islandpferdebetrieben- übernommen, die uns das leider unmissverständlich gezeigt haben. Daraufhin haben wir selbst Wege gesucht und auch gefunden, die es ermöglichen, Schülern als auch Reitlehrern, das Verständnis und die richtige Umsetzung zu vermitteln.“

Fleygur: „Wie sieht dieses Lehrkonzept aus und was ist das Besondere und Neue daran?"

Steffi: „Neues gibt es daran eigentlich nicht. Man kann sagen, es geht in unserer Reitlehre um eine Art „Dolmetschen“ der klassische Reitlehre für den neuzeitlichen Reiter, da diese, wie bereits erwähnt, aus unserer Erfahrung viel zu oft falsch verstanden und umgesetzt wird. Es geht beispielsweise viel um das Gefühl für die Bewegung, das Verständnis für das Pferd und seine Möglichkeiten und damit um das richtige Reiten und Formen des Pferdes. Und auch darum, dass dieses Reiten Zeit braucht.“

Fleygur: „Ende September habt Ihr erstmals den "Auensee-Cup" auf Eurem Hof durchgeführt. Auch hierfür habt Ihr ein gesondertes eigenes Bewertungssystem eingeführt. Warum habt Ihr Euch dazu entschlossen und wie sah dieses neue System aus?"

Birgitta: „Unser neues Bewertungssystem zielte darauf ab, das Reiten an sich und das Verständnis für richtiges Reiten mehr in die Bewertungsnoten einfließen zu lassen und zwar zu 50%. Die anderen 50% wurden der Gangqualität zugeordnet. Wir wollten damit auch Reitern mit weniger imposanten Pferden die Chance geben, durch ihr gutes Reiten eine ebenso oder vielleicht auch mal bessere Note zu erreichen, als ein Reiter, der vielleicht mit falscher Idee oder unschönem Reiten auf einem guten Pferd sitzt. Das sind natürlich die zwei Extremformen als Beispiel. Es soll einfach um den Versuch der bewussten Umsetzung von feinem sinnvollem Reiten gehen und wenn das dann noch mit einem schicken Pferd geschieht, na umso besser.“

Fleygur: „Wie ist das Punktesystem bei den Turnierteilnehmern angekommen und gab es auch von Seiten des IPZV Rückmeldungen dazu?"

Birgitta: „Die Turnierteilnehmer waren von dem System begeistert, es gab sehr viele positive Rückmeldungen, da es auch Reiter von weniger imposanten Pferden lockte, mal ein Turnier zu besuchen. Da wir dies aber erst mal als kleines Hof- und Vereinsturnier des hier ansässigen Ortsvereins durchgeführt haben, hatten wir hinsichtlich des Bewertungssystems keinen Kontakt zum IPZV. Es war ja die erste Umsetzung einer schönen Idee. Die Erfahrungswerte haben wir schon einfließen lassen in die Vorbereitung für den nächsten AuenseeCup 2009."

Fleygur: „Ein ganz anderes Thema, Ihr seid als Betreiberinnen zwei Frauen und lebt mit Euren Familien gemeinsam hier auf dem Hof. Wie kann man sich dieses Zusammenleben und –arbeiten vorstellen?"

Steffi: „Wie in einer großen WG! Wir leben alle unter einem Dach, essen gemeinsam zu Mittag oder auch zu Abend. WIR, dass sind übrigens Birgitta und ihr Mann, Birgittas Eltern, Birgittas zwei Hunde, ich und mein Hund. Natürlich ist es auch nicht immer leicht, befreundet zu sein und gemeinsam zu arbeiten. Das hat auch seine schwierigen Seiten, aber wir haben schon so viel gemeinsam geschafft, da kann eigentlich nichts mehr kommen.“

Birgitta: „Und es hat ja auch jeder seine eigene Wohnung, in der er einfach die Tür hinter sich zu machen kann.“

Fleygur: „Weihnachten steht vor der Tür, wie wird bei Euch gefeiert?“

Birgitta: „Och, das ist eher unspektakulär. Den heiligen Abend feiern mein Mann und ich gemeinsam mit meinen Eltern und Steffi fährt zu ihrer Familie. Die Feiertage verbringen wir zwischen der Stallarbeit gemütlich mit Freunden oder gehen einfach mal „nur so“ ausreiten.“

Fleygur: „Ihr seid ja auch einer der Hauptsponsoren unseres diesjährigen Weihnachtsrätsels, wo Ihr unter anderem einen Decksprung von Snorri frá Saudanesi zur Verfügung stellt. Wir waren überrascht, wie heiß begehrt der Decksprung sogar unter den Nordlichtern unserer Rätselteilnehmer ist. Was ist das tolle an Snorri und warum habt Ihr Ihn bislang so gut versteckt?"

Steffi: „Das Tolle an Snorri? Er hat einfach einen wahnsinnig tollen Charakter, immer Gentleman, ist nebenbei ein toller Fünfgänger mit sehr gleichmäßiger Gangverteilung und super Gebäude. Versteckt haben wir ihn gar nicht - nur nicht groß angepriesen. Das hat ganz einfache Gründe. Zum einen befanden wir uns bis zu diesem Jahr noch sehr in der Aufbauphase, so dass fürs eigene Reiten einfach kaum Zeit war. Und ein Hengst muss ja auch trainiert werden, um gezeigt zu werden und aufzufallen. Außerdem gibt es in Deutschland so viele Hengste, und so viele bekanntere Hengsthalter, warum sollen wir da Energie darauf verwenden unseren Hengst schnell bekannt zu machen? „Gut Ding will Weile haben“ heißt es doch so schön. Deshalb haben wir erst mal für uns angefangen, mit ihm zu züchten und seine bisherigen 2 Jahrgänge sprechen einfach für ihn. Ab dem nächstem Jahr wollen wir aber auch mehr Fremdstuten nehmen.“

Fleygur: „So wie wir Euch jetzt kennengelernt haben, habt Ihr bestimmt auch für 2009 schon wieder viele Pläne, liegen wir da richtig?"

Birgitta: „Oh ja, wie gesagt, wollen wir Snorri mehr an die Frau bringen, und unseren regionalen und überregionalen Einfluss hinsichtlich Unterricht und Freizeit mit dem Pferd mehr ausbauen."

Fleygur: „Vielen herzlichen Dank für die Einblicke in Euer Leben. Frohe Weinachten und einen guten Flug ins Jahr 2009! "

Snorri frá Saudanesi


 

 

 


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