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-Das Islandpferd
 
 

 

© Margit Heumann


DIE HILFEN

Ein Islandpferd, das für den Reitunterricht eingesetzt wird, muss gut ausgebildet sein, um prompt auf die Anweisungen des Reiters reagieren zu können. Kim kann zwar schon einigermaßen selbständig auf dem Reitplatz reiten, aber die korrekte reiterliche Hilfengebung - so heißt das! - ist komplizierter. Es ist wie eine Sprache, die Kim nach und nach lernen muss, damit sie sich mit dem Pferd immer besser verständigen kann.

Es gibt vier verschiedene Arten von Hilfen: Gewichtshilfen, Schenkelhilfen, Zügelhilfen und unterstützende Hilfen. Was diese Begriffe genau bedeuten, ist Thema der heutigen Stunde.

Die wichtigste Hilfe ist das Gewicht:

Bis jetzt ist das nichts Neues, diese Gewichtsverlagerungen kennt Kim schon, seit sie ihr Islandpferd selbständig auf dem Reitplatz reitet.

Sie ist gespannt, was als nächstes kommt: Es sind die Beine.




Aha: Wenn Kim das Bein am Gurt einsetzt, ist das eine treibende Schenkelhilfe. Liegt das Bein weiter hinten, kann sie damit in der Biegung außen eine verwahrende Schenkelhilfe geben.

Was jetzt dran ist, ahnt Kim schon! Richtig: die Zügel.

Wichtig: Der Zügel soll eine stete weiche Verbindung zum Pferdemaul bilden.

So ist das: Zupfen-am-Zügel ist eigentlich so etwas wie eine annehmend-nachgebende Zügelhilfe, und die verwahrende Zügelhilfe ist immer außen. Und ständig müssen Kims Hände spüren, dass am anderen Ende des Zügels das Pferdemaul ist.

Bevor Kim total ins Schwitzen kommt, wird es wieder einfacher:


Kim hat verstanden: Stimme und Gerte heißen unterstützende Hilfen, weil sie nur zusätzlich zu den reiterlichen Hilfen eingesetzt werden.

Nach so viel Theorie freuen sich die ISI-KIDS auf das heutige Reiterspiel. Es geht darum, im Vorbeireiten einen Ball von einer Tonne aufzunehmen und eine halbe Runde später in einen Eimer zu werfen. Im Schritt ist das überhaupt nicht schwierig, aber im Trab hat dieses Spiel seine Tücken: Entweder erwischt Kim den Ball nicht, und wenn doch, fällt er beim Werfen öfters neben dem Eimer auf den Boden. Umso größer ist der Jubel, wenn Kim dann doch den einen oder anderen Volltreffer landet.

Nächstes Mal:


GALOPPIEREN



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