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-Das Islandpferd
 
 

 

© Margit Heumann


GALOPPIEREN LERNEN

Schon lange möchte Kim galoppieren lernen. Ihr Pferd fällt zwar manchmal zufällig in Galopp, aber immer nur ganz kurz. Schade, denn Kim hat große Lust auf diese Gangart. Jetzt ist es endlich so weit, und es fängt wieder mit einer Seh-Übung im Longierzirkel an:

So aus der Nähe betrachtet, sieht Galopp ziemlich flott und ruckartig aus, und Kim ist nicht sicher, wie lange sie sich dabei im Sattel halten kann. Aber der Reitlehrer beruhigt sie: Da Kim den Entlastungssitz im Trab schon gut beherrscht, wird es kein Problem für sie sein.
Und er hat recht: Im Entlastungssitz, anfangs mit Hand in der Mähne, ist der Galopp ein tolles Erlebnis. Kim spürt, wie ihr Islandpferd sich vorne aufrichtet und sich in Sprüngen vorwärts bewegt. Der Reitlehrer lässt das Pferd nur kurze Strecken galoppieren, dazwischen gibt es ein Stück Trab zum Erholen. So ist das für Kim leicht zu schaffen. Nach einigen solchen Reitstunden können sie vom Longierzirkel auf den Reitplatz wechseln.

Aussitzen im Galopp

Bei den ersten Versuchen, im Galopp im Sattel sitzen zu bleiben, findet Kim überhaupt nicht in die Bewegung hinein. Entweder .

. und ein paar Mal wäre sie fast in den Sattel geplumpst! Das arme Pferd! So geht das nicht!

Der Reitlehrer lässt sofort durchparieren und nimmt Kims Pferd nochmals an die Longe. Ohne Zügel kann sie sich erst mal voll auf den Sitz konzentrieren.

Damit Kim im Galopp besser am Sattel sitzen bleibt, darf sie sich mit beiden Händen vorn festhalten. Der Reitlehrer achtet darauf, dass sie ihren Oberkörper leicht zurücklehnt und die Beine ganz lang lässt. Dazu zählt er den Dreitakt laut mit: "einszweidreiiii -einszweidreiiii - ." Dabei spricht er den ersten und den zweiten Takt ("einszwei") ganz schnell und kurz, aber der dritte Takt ("dreiiii" ) wird wegen der danach folgenden Sprungphase extra lang und betont.

Es kostet Kim ziemlich Mühe und einige Übungsstunden, bis sie das Zählen (einszweidreiiii), die Bewegungen des Pferdes und das Sitzenbleiben zusammen bringen kann. Aber als es dann klappt, findet sie das Aussitzen im Galopp sehr viel bequemer als im Trab.

Links- und Rechtsgalopp

Dann muss Kim schon wieder runter vom Pferd. Bei dieser Seh-Übung im Longierzirkel geht es um Links- und Rechtsgalopp.

Aha, der Galopp wird nach dem weiter ausgreifenden Vorderbein benannt, und das muss auf gebogenen Linien immer innen sein.

Danach sitzt Kim wieder auf und probiert im Longierzirkel den Links- und den Rechtsgalopp aus. Je besser sie sich in die Galoppbewegung einfühlt, desto mehr spürt sie, dass ihr Pferd dabei leicht nach innen gebogen ist. Das ist gut so, und um diese Biegung zu unterstützen, verlagert sie ihr Gewicht auf die innere Seite, der innere Schenkel liegt am Gurt, während der äußere eine Handbreit hinter den Gurt rutscht. Wenn Kim später die Zügel in der Hand hat, gibt sie im Galopp innen annehmend-nachgebende Zügelhilfen und außen verwahrende. Diese Fachbegriffe kennt Kim schon von den letzten Theoriestunden. Demnächst wird sie noch mehr darüber hören.

 

In kürzester Zeit fühlt Kim sich sicher und genießt den Galopp. Sie möchte gar nicht mehr damit aufhören!

Nächstes Mal:


NOCH MEHR HILFEN



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