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-Das Islandpferd
 
 

 

© Margit Heumann

HERDENLEBEN

Ein Islandpferd muss artgerecht gehalten werden. Was das bedeutet, erfährt Kim bei einem Gang über die Stallanlage der Reitschule.

Artgerecht heißt: So natürlich wie möglich. Darum lebt ein Islandpferd im Offenstall mit anderen Pferden zusammen. Das ist sehr wichtig, denn es braucht Kontakt zu Artgenossen und viel frische Luft. Im Offenstall kann es wählen, ob es sich im Auslauf aufhalten oder im Stall Schutz vor Sonne, Regen oder Wind sucht. Ideal ist, wenn es sich im Sommer sein Futter auf der Weide suchen darf.

Islandpferde im Offenstall

Das Grundfutter eines Islandpferdes besteht aus Gras, Heu und Stroh; frisches Wasser und ein Salzleckstein müssen immer zur Verfügung stehen. Es braucht Kraftfutter, wenn es regelmäßig geritten wird. Gerne frisst es auch Möhren und Äpfel. Als Belohnung zwischendurch liebt es Leckerli oder ab und zu ein trockenes Stück Brot.


Pferde sind gesellige Tiere und ungern allein. Viele, besonders junge Pferde spielen gern, machen Wettrennen, raufen und balgen sich zum Spaß. Dazu brauchen sie viel Platz, am besten auf einer großen Weide. Sie benagen sich gegenseitig an schwer zugänglichen Stellen, das nennt man Fellkraulen.


In jeder Pferdegruppe herrscht eine klare Rangordnung. Es gibt ein Leittier, andere stehen an zweiter, dritter, usw. Stelle, eines ist das Schlusslicht. Der Ranghöhere droht mit angelegten Ohren. Der Herdenchef ist der Erste beim Futter oder beim Gang auf die Weide. Der Rangniedere muss Platz machen - wenn nicht, bekommt er Zähne oder Hufe zu spüren.

Pferde in der Gruppe verlassen sich aufeinander: Wenn eine ranghohe Leitstute friedlich döst, fühlen sich alle sicher. Wenn ein Herdenmitglied erschrickt, sind die anderen sofort hellwach. Bei Gefahr versucht das Pferd wegzurennen, aber wenn es in die Enge getrieben wird, kann es auch kämpfen.

Darum lernt Kim als erstes, wie wichtig Ruhe im Umgang mit Pferden ist. Sie darf nicht plötzlich neben oder hinter einem Pferd auftauchen, sollte hektische Bewegungen vermeiden und es vorsichtig an Neues gewöhnen. Rennen, Hüpfen, lautes Schreien haben in der Nähe von Pferden nichts verloren.

Kim muss ganz viel über das Herdenleben wissen, damit sie das Pferd richtig behandelt. Durch Beobachtung kann sie am meisten lernen. Einer Gruppe von Pferden stundenlang zuzusehen, ist also eine sehr sinnvolle Beschäftigung für angehende Reiter. Je mehr sie über das natürliche Verhalten eines Islandpferdes weiß, desto leichter kann sie die Fragen der folgenden Sehübung beantworten.





Wenn du nächstes Mal Islandpferde beobachtest, kannst du dieselbe Sehübung machen. Für heute gibt es Antworten zum Ankreuzen. Welche sind richtig?

Nächstes Mal:

ANS PFERD! ANS PFERD!



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