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Islandpferde reiten, was kann schöner sein?

   

Es sind die Gangarten Tölt und Rennpaß, die das Reiten auf dem Islandpferd so faszinierend machen. Rennpaß ist eine atemberaubende Gangart für Tempofanatiker. Tölt kann gemütlich und bequem sein, aber auch rasant und spektakulär.
Wollen Sie Wanderreiten oder an Weltmeisterschaften teilnehmen, die Islandpferde - Szene bietet für jeden etwas.

links: Bruno Podlech auf Geysir vom Wiesenhof

 

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Aktuelles aus unserem hiesigen Ortsverein finden Sie hier: http://www.ipzv-muensterland.de

Berichte zum aktuellen Turnier- und Zuchtgeschehen finden Sie im Online Islandpferdemagazin Taktklar: www.taktklar.de

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Neu - Trainerverzeichnis mit ausführlichen Trainersteckbriefen

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Mit den Steckbriefen stellen sich Trainer in Wort und Bild ausführlich vor.
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Lernen Sie z.B. Doris Zabrocki kennen!
42929 Wermelskirchen


Doris ist u.a. IPZV Trainerin C, API-Prüferin, Kommunikationswissenschaftlerin, TTEAM-Practitioner 1 und Ausbilderin im Reiten als Gesundheitssport.

Sie gibt mobilen Unterricht in NRW und Kurse in ganz Deutschland

weiterlesen: zum Steckbrief von Doris Zabrocki


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Kontaktieren Sie uns unter info@islandpferdeportal.de

Lesen Sie zum Thema "Töltreiten" hier
einen Artikel von Janine Köhler
IPZV Trainer A


Töltreiten

Wege vom Pass zum taktklaren Tölt

1. Vorbemerkung

Das Islandpferd ist, gemessen an anderen europäischen Pferderassen, eher klein. Sein Stockmaß beträgt im Durchschnitt 1,34 m bis zum Widerrist. Aufwachsbedingungen und die vielseitige Beanspruchung haben ein ungeheuer starkes und ausdauerndes Pferd hervorgebracht, und keine andere Pferderasse der Welt verfügt über eine derartige Vielfalt der Gänge.
Daher ist Töltreiten wohl das wichtigste Thema der Islandpferdereiterei. Schließlich ist gerade mit Islandpferden das Bild von flott vorwärtstöltenden heiteren Reitern und Pferden verbunden. Sie prägen dieses Bild lange vor dem Auftauchen der anderen Gangpferderassen, zumindest in Deutschland bzw. Europa.

Das zum richtigen Tölten oft wesentlich mehr gehört, als sich einfach auf einen Isländer hinaufzuschwingen und loszulegen, steht außer Frage.
Tölt ist – wie Schritt, Trab und Galopp – eine natürliche Gangart des Pferdes. Trotzdem funktioniert Töltreiten nicht wie Trab- oder Galoppreiten. Denn es gibt sie nicht, die Tölthilfe.
Das lässt sich am besten damit erklären, dass ein Pferd nur tölten kann, wenn es sich in einem ganz bestimmten Zustand befindet: Es muss im Gleichgewicht sein, im Viertakt die Balance gefunden haben.
Wichtigste Grundlage für das Töltreiten ist, dass der Reiter ein Gefühl für diese Balance und ein Gespür für den Fluss der Bewegung entwickelt, denn das Islandpferd verfügt über eine Vielzahl von möglichen Gangverschiebungen im Tölt, die nicht erwünscht sind. Eine dieser Verschiebung tendiert zum Pass, der sogenannte Passtölt. In dieser Arbeit soll es darum gehen, die Ursachen für den Passtölt besser zu erkennen und daraufhin die richtigen Hilfen geben zu können bzw. die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

2. Das Ziel: Der taktklare Tölt

Tölt ist eine faszinierende Gangart. Und kaum wird man eine solche Weichheit des Töltes und Kraft feststellen, wie beim Islandpferd. Der gute Tölter geht ausdrucksvoll und wirkt auf seinen Betrachter leichtfüßig und beweglich. Soll sich der Tölt schön anfühlen, so muss die Bewegung locker durch den ausbalancierten Körper fließen.
Tölt wird in einem reinen Viertakt mit acht Phasen gelaufen und hat die gleichen Fußfolgen und Phasen wie im Schritt, wobei der Unterschied im Tempo liegt:
Der Tölt ist eine gelaufene Gangart und keine schreitende. Dadurch ändert sich beim Tölt die Dreibeinstütze des Schrittes zur Einbeinstütze.
Der Bewegungsablauf ist beim Tölt folgender:
Einbeinstütze hinten links, laterale Zweibeinstütze hinten links und vorne links, Einbeinstütze vorne links, diagonale Zweibeinstütze vorne links und hinten rechts und dann eine Einbeinstütze hinten rechts, laterale Zweibeinstütze hinten rechts und vorne rechts, Einbeinstütze vorne rechts, diagonale Zweibeinstütze hinten links und vorne rechts.

Phasenfolge im Tölt


Der Vergleich: Phasenfolge im Schritt

 

2.1 Hilfen zum Tölt

 Hilfen zum Töltreiten sind schwierig zu erklären, denn es gibt keine generelle Anleitung, wie z.B. für den Galopp oder Trab. Die Töltveranlagung, die Rittigkeit und die Losgelassenheit eines Isländers ergeben eine große Vielfalt von unterschiedlichen Typen. Deshalb muss der Reiter immer wieder auf andere Art und Weise antölten oder Tölt reiten. Aus diesem Grund kann man auch nicht von einem einheitlichen Töltsitz sprechen. Man kann nur eine Vielzahl von Zusammenhängen erklären und Gemeinsamkeiten aufzeigen.

 2.2 Der Sitz

Die besten Einwirkungen und das richtige Gefühl für die Bewegung kommen aus dem korrekten Sitz dem sogenannten Vollsitz.
Dabei sitzt der Reiter auf beiden Gesäßknochen. Seine Beine liegen aus dieser Position flach am Pferd liegend gerade nach unten. Der Unterschenkel liegt leicht nach hinten zeigend, zwanglos am Pferdekörper. Der Oberkörper wird aus der Hüfte gerade aufgerichtet. Die Schultern werden locker und zwanglos zurückgenommen, dadurch liegt der Oberarm locker am Körper. Der Ellenbogen ist leicht angewinkelt. Die Hände aufrecht und als direkte, weiche Verbindung zum Pferdemaul. Der Reiter soll gut ausbalanciert und fähig sein, den Bewegungen des Pferdes geschmeidig zu folgen. Jedoch gibt es viele Pferde, die im Tölt oder beim Antölten zeitweise entlastet werden müssen. Also kann man deshalb neben dem eben beschriebenen Vollsitz von einer zweiten Sitzform sprechen, dem Entlastungssitz:
Der Reiter geht mit dem Oberkörper nach vorne und nimmt dabei das Gewicht leicht aus dem Sattel, damit das Pferd den Rücken frei bewegen kann und nicht verspannt. Bei diesem Sitz ruht das Gewicht vermehrt auf Knie und Steigbügel.

2.3 Einwirkungen

Bevor der Reiter antölten will, muss er die Zügel im Schritt verkürzen. Dabei muss beachtet werden, dass der Zügel mit Gefühl verkürzt wird und die Reiterhand ruhig ansteht und nicht in ein zurückziehen verfällt.
Gleichzeitig kommt der Einsatz von treibenden Hilfen. Dazu wird das Kreuz verstärkt angespannt, die Schenkel werden vorsichtig ans Pferd genommen, eventuelle berührt man es sogar aufmunternd mit der Gerte, wobei die Hand ruhig stehen bleibt. Das Pferd wird also gegen die verhaltende Hand getrieben bzw. es werden annehmende bis nachgebende Zügelhilfen gegeben. Die Gewichtshilfe ist in diesem Fall beidseitig belastet. Wieviel man das Pferd gegen den Zügel treiben muß , hängt von Reaktion, Sensibilität und Ausbildungsstand ab.

3. Das Problem: Passtölt

weiterlesen können Sie hier


 

Islandpferde in der Therapie

Islandpferde werden gerne in der Reittherapie wegen ihres angenehmen Wesens und ihrer handlichen Größe eingesetzt. Man findet sie sowohl in der Hippotherapie (medizinisch-physiotherapeutischer Sektor) als auch im Heilpädagogisches Reiten (pädagogisch-psychotherapeutischer Sektor). Außerdem eignen sich Isländer für das Reiten als Behindertensport.

Islandpferd und Kind im Zwiegespäch
Anbieter für Reittherapie finden Sie hier.
Lesen Sie zum Thema Ausbildung den Artikel von Margit Heumann:

Islandpferde selbst ausbilden – (k)eine gute Idee?

Wenn Sie gerade darüber nachdenken, Ihr Islandpferd selbst auszubilden und sich nicht sicher sind, ob Sie es nicht doch lieber in Beritt geben sollten, finden Sie in dem Artikel zum Thema von Margit Heumann (IPZV-Trainer B und API - Prüferrin) sicherlich Hilfestellung. Mit ihren Checklisten können Sie alle relevanten Details erfassen und vernünftig abwägen.

Dies ist kein Exkurs über die verschiedenen Ausbildungssysteme und kein Rezept für die richtige Durchführung. Hier wird weder die Do-it-yourself-Methode hochgelobt oder verteufelt, noch wird der professionelle Beritt als allein-selig-machend oder als Pferdeschinderei dargestellt. Dieser Artikel soll die Entscheidung erleichtern, ob „selbst ausbilden eine oder keine gute Idee“ ist. Checklisten dienen der Erfassung aller relevanten Details.

1. Pferdeverhalten und Selbsteinschätzung

Gene und Umwelteinflüsse prägen jedes Lebewesen. Auch Pferde entwickeln durch Veranlagung und Umwelterfahrungen unterschiedliche Verhaltensweisen. Manche davon erleichtern die Ausbildung, andere erschweren sie. Um ein Pferd selbst auszubilden, darf es keinen schwierigen Charakter haben oder falsch behandelt worden sein. In Checkliste 1 sind positive und negative Eigenschaften aufgelistet, die für bzw. gegen ein „Selbst ausbilden“ sprechen.

weiterlesen: Den Artikel und die Checklisten zum Ausdrucken finden Sie
hier als .pdf Dokument
.

Anbieter von Beritt, Wanderreitstationen und Anzeigen zu Reitbeteiligungen finden Sie auf den entsprechenden Unterseiten.

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