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Fragen - 10 Antworten
Wann hattest Du zum ersten mal Kontakt zu Islandpferden?
Mein erster Kontakt zu Islandpferden fand noch ganz klassisch über Wendy & Co statt – ich liebte die Bilder und Geschichten dieser Rasse. Meine erste „echte“ Begegnung mit einem Islandpferd hatte ich 1989 mit Glanni, der dann mein erstes eigenes Pferd wurde. Er hat mich 18 Jahre lang begleitet und ich habe sehr viel von und mit ihm gelernt. Wann hast Du Dich entschlossen Trainer zu werden?
Das war kurz nach meiner Zeit beim Fernsehen. Ich habe gemerkt, dass die Medienbranche mich nicht glücklich macht und ich so nicht den Rest meines Lebens verbringen möchte. Da kam mir mein alter Kindheitstraum wieder in den Sinn, mit Pferden zu arbeiten, und ich begann die Trainerausbildung. Nimmst Du heute noch selbst Unterricht und wenn ja, bei wem?
Ich bilde mich regelmäßig weiter – in allen Bereichen, mit denen ich mich beschäftige, also im Bereich TTEAM, Reiten als Gesundheitssport und natürlich beim IPZV. Mit meinen eigenen Pferden besuche ich immer wieder Kurse und nehme Einzelstunden bei Trainern und Ausbildern. Außerdem fahre ich mehrmals im Jahr zu „meiner“ Sitztrainerin nach Bayern. Was würdest Du gerne mit Pferden noch ausprobieren?
Momentan beschäftige ich mich vor allem mit zwei Dingen: mit TTEAM und damit, meine beiden Pferde prüfungsreif zu bekommen. Ich finde es spannend, wie sich diese beiden Felder ergänzen und möchte gerne noch weiter daran arbeiten, wie sich die Tellington-Methode im Rahmen des Sportpferdetrainings und im Gangtraining gewinnbringend einsetzten lässt. Was liebst Du ganz besonders an Deinem Job?
Ich empfinde es immer wieder als Geschenk, wenn mir ein Mensch ein Stück Verantwortung für sich und sein Pferd in die Hände legt. Dieses Vertrauen ehrt mich sehr und ich behandle es mit großem Respekt. Wenn ich das Team Mensch-Pferd ein Stück auf seinem Weg begleite und merke, wie sich beide entwickeln, macht mich das sehr glücklich. Auch ein kleiner Fortschritt kann ein ganz großer Moment sein – und ich freue mich jedes Mal wieder, wenn ich diesen Moment mit den Beteiligten teilen kann. Hast Du ein Motto bei der Arbeit?
Ja: In der Ruhe liegt die Kraft. Gibt es Situationen in denen Du Angst hast?
Nahezu jeder Mensch hat mal Angst im Zusammenhang mit Pferden. Davon bin auch ich nicht verschont geblieben. Das Entscheidende ist meiner Meinung nach, wie man mit dieser Angst umgeht und was man daraus macht. Ich habe mich u.a. aufgrund meiner eigenen Angsthemen viel mit diesem Gebiet beschäftigt und daher auch die Ausbildung zum NLP-Reit-Coach ® begonnen. Aufgrund meiner Erfahrungen kann ich ängstliche Reiter und ihre Sorgen besonders gut verstehen und ihnen effektiv helfen. Was schätzen Deine Reitschüler an Dir?
Meine Reitschüler schätzen meine ruhige, konsequente, aber lebendig Art und meine Ehrlichkeit. Sie mögen es besonders, dass ich mit Begeisterung bei der Sache bin und auch der Spaß nicht zu kurz kommt - das motiviert. Dabei bin ich bekannt für individuelle und ganzheitliche Lösungen, die so oft nicht in der Reitlehre zu finden sind. Mein umfangreiches Fachwissen und meine anschaulichen Erklärungen machen auch scheinbar trockene Theorieinhalte spannend und unterhaltsam. Gibt es Reitschüler, die Du ablehnen würdest?
Nein, ich lehne niemanden ab. Jeder, der zu mir kommt, hat seine Gründe dafür und ich sehe es als meine Aufgabe, im Rahmen meiner Möglichkeiten zu helfen.
In welche andere Reitweise würdest Du gerne mal hineinschnuppern?
Ursprünglich komme ich aus der Großpferdereiterei. Eine zeitlang hatte ich engeren Kontakt zum Westernreiten und konnte auch das eine oder andere so ausgebildete Pferd reiten. Gerne würde ich mal die klassisch-barocke Reitweise näher kennen lernen. |