Sie sind hier: Unterricht und Trainer

Islandpferde reiten lernen

Viele Islandpferdehöfe bieten qualifizierten Reitunterricht, z.B. durch ausgebildete IPZV- Trainer, an. Das Angebot ist flächendeckend gut und bietet für Kinder, Anfänger, Senioren,Wiedereinsteiger, Fortgeschrittene und ambitionierte Turnierreiter etwas Passendes. Für alle, die kein eigenes Islandpferd besitzen, stehen in vielen Betrieben Isländer als Schulpferde zur Verfügung.

Hier finden Sie die Fleygur-Übersicht mit Adressen und Links von Anbietern, die sich über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits freuen:

PLZ 01000 - 39999 Island
PLZ 40000 - 69999 Österreich
PLZ 70000 - 99999 USA
Schweiz Italien
  Dänemark
  • © Fleygur - Gabi im Training mit Anna Urich, Longieren mit dem Kappzaum
  • © YALW
  • © YALW - So macht Reitenlernen Spaß
  • © YALW

 

Anja Beran im Interview

"Klassische Dressur - auch für Islandpferde?"

Fleygur: "Die klassische Reitkunst lässt sofort an stolze Spanier oder elegante Warmblüter denken, wie sie auch in wunderschönen Bildern in Ihrem Buch „Klassische Reitkunst“ abgebildet sind. Aber lässt sich da auch ein Bezug zu den Gangpferden, speziell zu den Isländern finden? Können auch die von der Klassischen Reitkunst profitieren?"

Anja Beran: "Ja selbstverständlich lässt sich ein Bezug zu den Isländern finden, die klassische Dressur ist für alle Pferde da! Laut Definition ist es die Fähigkeit, das Pferd durch Güte und logisch aufgebaute Übungen, die auf Harmonie und dem Naturgesetz von Gleichgewicht basieren, so auszubilden, dass es sich zufrieden und selbstbewusst dem Willen des Reiters unterwirft, ohne dass sein natürlicher Bewegungsablauf auf irgendeine Art darunter leidet.
Das Pferd soll durch die gymnastischen Übungen der klassischen Dressur bis ins hohe Alter gesund und einsatzfähig erhalten werden und den Reiter unbeschadet tragen können. Ein weiteres Ziel ist die Minimierung der Reiterhilfen. Anders sollte man auch einen Isländer nicht ausbilden, oder?"

Fleygur: "Was gilt im Hinblick auf die Islandpferde, die sich im Körperbau und Charakter doch von den „Großen“ zum Teil deutlich unterscheiden? Oft kommen Zweifel, ob dass die Ponies auch können oder können sollten."

Anja Beran: "Es geht in der klassischen Dressur nie darum WAS ein Pferd alles kann, sondern es geht immer darum WIE es etwas macht. Ist es gerade gerichtet, trägt es sich selbst, ist es durchlässig? Das sind wichtige Fragen, die über Gesundheit und Wohlbefinden des Pferdes entscheiden.
Die Lektionen helfen uns diese Ziele zu erreichen und sind niemals Selbstzweck. Sie haben stets einen gymnastischen oder praktischen Hintergrund. Die Piaffe zum Beispiel stärkt den Pferderücken und die Hinterhand wie keine andere Übung, und nachdem wir uns mit unserem Gewicht auf diesen Rücken platzieren, sollten wir ihn stärken. Die Galoppwechsel sind hingegen sehr praktisch, sie sind wichtig um das Pferd im Galopp schnell wenden zu können, sie geben dem Pferd Flexibilität im Hinterbein und machen es flink. Jedes Pferd kann diese gymnastischen Übungen natürlich nur in seinem Rahmen ausführen, das muss der Reiter respektieren und je nach Veranlagung sieht es bei manchen Pferden eben besser bzw. imposanter aus als bei anderen."

weiterlesen