zur Statseite vom Islandpferde - Portal Islandpferdehöfe, Islandpferdegestüte, Pensionsställe, Islandpferdehof des Monats Islandpferde Zucht, Züchter, Jungpferdeaufzucht, Pferdemarkt, Deckhengste, Stall, Islandpferdegestüt, Islandpferdehof Islandpferde: Beritt, Unterricht, Reittherapie, Kurse, Reitbeteiligungen, Wanderreitstationen Tierärzte | Pferdekliniken | Sommerekzem | Hufschmiede | Pferderecht | Urlaub | Fotografie | alternative Heilmethoden Zubehör für den Isländer: Sattel | Töltsattel | Pferdefutter | Reitanlagen | Onlineshops | Reitbedarf | Landwirtschaftlicher Bedarf
 

 

 

 
 

Fleygur- Produkt des Monats November 2009
Sattelüberprüfung per Druckpad mit Henning Struve

Im Oktober haben wir, Gletta und Trausti für Sie den Service "Sattelüberprüfung per Druckpad" von Henning Struve getestet und waren so begeistert, dass wir ihn zum Produkt des Monats November 2009 gewählt haben.





Henning Struve
Landstraße 1,
21483 Krukow / Lauenburg

Telefon: 04153-559613 (abends)
mail: gimsteinn@t-online.de
www.gimsteinn-online.de

 
 

Ich bin Gletta und habe mir diesen Test mit meinem Kumpel Trausti geteilt.
Unsere Aufgabe war es, einen Sattel samt Reiter zu tragen, der weder ihm noch mir angepasst worden ist.
Die Menschen um uns herum wollten wissen, wie der Druck des Sattels auf unsere Rücken wirkt; dazu legten sie ein Pad, mit Gel gefüllt, unter den Sattel.

 


Am 04. Oktober war Henning Struve bei uns und hat die Sattelüberprüfung per Druckpad vorgestellt.

Die Testreihe: Als Pferde kamen Gletta, die mollige Stute, und Trausti, Typ eher schmal, zum Einsatz. Der erste Sattel (Sattel 1) war für breitere Pferde konzipiert, so dass erwartet werden konnte, dass zumindest bei Trausti die Druckverhältnisse subopimal erscheinen würden.
Bei der Überprüfung wurde ein besonderes Gelpad auf den Pferderücken gelegt, hierauf kam der Sattel (bei unseren Tests jeweils ohne weitere Sattelunterlage). Dann wurde jeweils ca 10 Minuten pro getestetem Sattel im Schritt, Trab und Tölt geritten. Dabei wurde nach jeder Runde die Hand gewechselt.
Nach dem Reiten wurde das Gelpad von unten durchleuchtet, um die Verteilung des Gels im Pad zu visualisieren. Die Testbilder sehen Sie weiter unten. Während der gesamten Testaktion hat uns Hennig Struve zu unseren Fragen Rede und Antwort gestanden:


Fleygur: Herr Struve, warum eine Sattelüberprüfung per Druckpad?
H.Stuve: Ich will den Reitern, die sich unsicher sind, ob ihr Sattel dem Pferd wirklich passt, mit dieser Überprüfung die Möglichkeit bieten, die Passform ohne großen Aufwand an Zeit und Kosten unter realistischen Bedingungen zu testen.
Viele Reiter nehmen Reitstunden, besuchen Kurse, trainieren ihr Pferd vielleicht auch für Turnierteilnahmen, reiten aber ständig gegen ihre eigene Pferdeausrüstung an. Daß dabei die Ausbildungsergebnisse nicht optimal ausfallen, liegt auf der Hand.
Das Abbild nach dem Reiten, welches das Druckpad für jeden erkennbar und nachvollziehbar
liefert, gibt mir die Möglichkeit, dem Reiter Hinweise an die Hand zu geben, ob und was mit seinem Sattel geschehen muß, soll er seinen Zweck erfüllen.
Um sicher zu gehen, die erzeugten Abbilder richtig zu interpretieren, habe ich ausgiebige und lange Testreihen gemacht und kann so jeden Sattel unabhängig von Marke-, Modell- und Exterieur überprüfen.

Fleygur: Was läßt sich mit dem Druckpad denn alles überprüfen?
H.Stuve: Da wären Paßform und Polsterung des Sattels, der Sitz des Reiters auf gleichmäßge Belastung, vorhandene Sattelunterlagen auf ihren Zweck hin und natürlich kann man auch einen neuen Sattel als Entscheidungshilfe zum Kauf hin überprüfen lassen.

Fleygur: Müssen auch äußeren Einflüsse bei der Sattelüberprüfung noch berücksichtigt werden?
H.Stuve: In der Tat hat sich die Notwendigkeit gezeigt, mehrere Parameter beim Erzeugen des Druckbildes genau abzugleichen, um Fehlerquellen auszuschließen, dazu gehören: Außentemperatur, Art des Aufsitzens, Dauer des Reitens, Beleuchtung bei der Auswertung.

Fleygur: Wir haben mit Gletta und Trausti nun 2 Sättel überprüft und die Testergebnisse fotografiert. Zum ersten ging es allein um die Passform eines Sattels, zum zweiten auch um den Sitz des Reiters. Am besten Sie erläutern nun jedes Bild und die sich daraus ergebenen Konsequenzen für Pferd und Reiter.
H.Stuve: Erstmal zum allgemeinen Verständnis:
Das handelsübliche Druckpad enthält ein relativ dickflüssiges, rotes Gel. Nach dem Testreiten kann man bei sehr unpassenden Sätteln die Fellfarbe des Pferde durch das Pad erkennen. Nimmt man dieses ab, kann man auch fühlen, wo mehr- und wo weniger Gel vorhanden ist, aber dieses allein ist viel zu ungenau. Deswegen durchleuchte ich es von unten; je dünner die Gelschicht, umso heller die Farbe: von dunkelrot über rot, orange, gelb bis fast weiß.


Trausti mit dem beliebigen Sattel 1 und Reiter 1:


1. Auffallend ist eine Asymmetrie zwischen links und rechts. Dazu später mehr.
2. Betrachtet man die rechte (obere) Seite, ist die Gelverteilung über ca 80% der Fläche in Ordnung, wäre sie überall so, könnte ich den Sattel zur weiteren Verwendung freigeben.
3. Sehr kritisch aber ist der vorderste Bereich, hier kam es, durch Abtauchen des Sattels bei jedem Schritt, zu enormen Druckspitzen, die bei weiteren Einsatz des Sattels auf Trausti zu nicht unerheblichen Schmerzen führen würden, was sich u.a. durch verkürzter Vorhandbewegung-, aber auch durch Arbeitsverweigerung (Stehenbleiben, Steigen, Buckel, Durchgehen) äußern könnte. Es besteht dringender Handlungsbedarf, ohne entsprechende Änderung dürfte der Sattel auf diesen Pferd keinesfalls mehr eingesetzt werden.

Gletta mit dem selben beliebigen Sattel 1und Reiter 2:



1. Die Asymmetrie ist dieses Mal nicht gegeben, da auf Gletta auch ein anderer Reiter zum Zuge kam.
2. Hier zeigt sich eine insgesamt recht gleichmäßige Gel- und damit Druckverteilung, aber auch eine leichte Brückenbildung, gut erkennbar an der dunkleren Färbung im Mittelzwieselbereich. Heißt mit anderen Worten, der Sattel gibt mehr Druck hinten und vorn ab. Dies liegt daran, dass Gletta einen leichten Senkrücken und zu wenig ausgebildete Rückenmuskeln hat. So ist es unumgänglich, den Körperbau ( oder die Physiognomie ) und den Muskelstatus des Pferdes beim Betrachten des Druckabbildes zu berücksichtigen. Das Druckpad kann nur die Druckverteilung sichtbar machen, nicht aber die Begründung dafür liefern.
3. Dieser Sattel ist gut anpassbar für Gletta durch entsprechende Umpolsterung. Man gibt im mittleren Bereich Polster hinzu, was zur Folge hat, dass hier der Sattel mehr-, dementsprechend vorn und hinten weniger Druck abgibt, der Sattel also gleichmäßig aufliegt.


Trausti mit beliebigen Sattel 2 und geritten von Reiter 1:



1. Gut erkennbar ist wiederum die Asymmetrie erheblich erhöhter Druck links.
2. Der Sattel selbst liegt recht gut, mit leichter Tendenz zu hinten mehr Druck, vorn weniger. Die Ursache liegt in dem den Konstrukionsprinzip des Sattel selbst, dieser hat einen nach hinten verlagerten Schwerpunkt, dementsprechend würde es bei regelmäßiger Verwendung des Sattels bei Trausti zu einer Muskelatrophie im Hinterzwieselbereich kommen.
3. Für den schiefen Sitz des Reiters gibt es keine sichtbare Erklärung, optisch sitzt er gerade auf dem Pferd. Ich würde empfehlen, die Ursache bei sich selbst osteopathisch abklären zu lassen.

Fleygur: Das alles ist wirklich gut zu sehen und auch verständlich. Eigentlich sollten alle Pferdebesitzer davon Gebrauch machen, oder nicht?
H.Stuve: Nein, nicht alle. Wer einen vertrauenswürdigen Sattler hat, der regelmäßig kontrolliert, wer bei seinem Pferd keine Auffälligkeiten der Rückenmuskulatur entdeckt, wessen Pferd klar, locker und zufrieden läuft, braucht m.E. keine Passformüberprüfung.
Andererseits sind sich Fachleute (einschließlich meiner Person) ziemlich einig, dass bei 70 bis 80% der verwendeten Sättel Handlungsbedarf besteht.
Aber die Reiter handeln – einerseits verständlich - ein wenig so, wie ein Mensch vor dem Zahnarztbesuch: Sie schieben den Termin immer wieder hinaus, weil sie ein wenig fürchten, der Zahnarzt könnte doch etwas finden.

   

 

Glettas Testergebnis: Endlich eine Möglichkeit einfach und recht schnell herauszufinden, ob mit dem Sattel alles in Ordnung ist. War alles gar nicht anstrengend - leicht verdiente Leckerlies am Ende!

Unser Testergebnis:

Die Durchführung: Die Satteldruckmessung ist einfach und ohne großen Zeit- und Arbeitsaufwand durchführbar. Die Ergebnisse werden durch die Farbunterschiede im Druckpad für jeden ersichtlich. H. Stuve erkärt die Ergebnisse sehr detailiert und leicht verständlich.
Er hat alle unsere Fragen mit viel Geduld und sehr freundlich beantwortet. Darüber hinaus haben wir noch viele hilfreiche Tips und Ratschläge bezüglich Sattel, Reitersitz und Pferdeanatomie und deren Wechselwirkung bekommen.

Service von Henning Struve:
H.Struve bietet seinen Service deutschlandweit an.
Anfragen und auch spätere Nachfragen (zum Test) per mail werden schnell und umfassend beantwortet.

Preis -Leistungsverhältnis:
Die Druckpadmessung kostet je nach Aufgabenstellung ab 30,- Euro (plus Fahrtkostenanteil).
Damit ist es eine preisgünstige Möglichkeit Erkenntnisse über die Passgenauigkeit des Sattels und/oder über den eigenen Sitz auf dem Pferd zu gewinnen.

Fazit: Einfach ausprobieren!

 

 

Gewinnspiel: Im Rahmen unserer Testaktion stiftet Henning Struve

einen Physiozügel
Den Physiozügel im Kurztest finden Sie hier
und weiterführende Infos auf der Webseite von H.Struve

Teilnahme:
Beantworten Sie folgende Frage

Wieviel kostet kostet ein Sattelcheck per Druckpad für mehrere Sättel? Antwort: 25,- Euro
Gewonnen hat: Mira W. aus 27252

Tipp: die Lösung finden Sie hier auf der Webseite von Henning Struve.
Mailen Sie die Antwort bis zum 30.11.2009 an info@islandpferdeportal.de
Die Gewinner werden unter den richtigen Einsendern verlost und im Dezember hier bekanntgegeben.
Keine Barauszahlung möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 
 

 


coyright © 2008 Fleygur GbR - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr