|
Interview mit Thomas
Aeffner:
Fleygur: Herr Aeffner, Sie
malen auch andere Tiere und Menschen. Was
fasziniert Sie an Pferden besonders?
Thomas
Aeffner: Ich habe
mich beim Malen immer für Schönheit
und Dynamik interessiert - da sind Pferde
nun mal das Sujet. Außerdem:
man muß einfach das malen, wovon
einem das Herz voll ist.
Fleygur: Und
an Islandpferden im Speziellen?
Thomas Aeffner: Ich
bin einfach fasziniert von diesen herrlichen,
ursprünglichen Geschöpfen. Ich
wohne direkt an einem Naturpark, in dem
die Isis wild leben und die Heide als Landschaft
erhalten. Also sehe ich sie in ihrer ursprünglichen
Wildheit und Freiheit. Andererseits bin
ich ja immer wieder auf Turnieren und Meisterschaften
und sehe sie in Zusammenarbeit mit ihren
Reitern. Das ist Kunst: aus dem, was die
Natur vorgibt, etwas Schönes zu formen.
Genau das will ich in meinen Bildern darstellen.
Fleygur: Sie
haben selbst Pferde und reiten auch. Muss
man als Maler eigentlich reiten können,
um die Bewegung der Pferde im Bild exakt
einfangen zu können?
Thomas Aeffner: Es
gibt kaum jemanden, der nur vom Zusehen
so etwas richtig darstellen kann. Als ich
Ballettszenen gemalt habe, hatte ich Ballettunterricht
genommen. Ich muß fühlen, was
ich darstellen will. Nur so werden die
Bilder "wahr".
Fleygur: Sie
sagen, Sie haben den schönsten Beruf
der Welt. Haben Sie schon immer gewußt,
dass sie Künstler
werden wollen?
Thomas Aeffner: Ich
habe schon immer gemalt - das war das,
was mir am meisten Spaß gemacht
hat. Daß man damit sogar seinen Lebensunterhalt
bestreiten kann, ist mir erst während
des Studiums (dem Rat der Eltern folgend:
Lehramt, damit man was zum Essen verdient)
bemerkt. So habe ich das Beamtentum ausgeschlagen
und bin freiberuflicher Maler geworden.
Fleygur: Ihre
Bilder sind sehr dynamisch, kraftvoll und
farbenfroh. Spiegelt dies mehr Ihre oder
die Seele der Pferde wieder?
Thomas Aeffner: Auf
jeden Fall die der Pferde. Natürlich
ist immer die Seele des Malers mit abgebildet;
aber ob meine so aussieht, oder sich nur
danach sehnt, ...
Fleygur: Sie
arbeiten auch als Auftragsmaler für
Pferdebesitzer. Wie läuft
so ein Termin ab und was versuchen Sie
mit Ihrem Bild für den Pferdebesitzer
festzuhalten?
Thomas Aeffner: Die
Leute schicken mir in der Regel Fotos von
ihren Lieblingen zu und schreiben mir etwas
von der Persönlichkeit
und der Besonderheit des Pferdes. Dann
telefonieren wir noch miteinander und besprechen
noch mal alles. Das sagt mir dann meistens
mehr, als ein kurzer Besuch im Stall, das
gibt dann die emotionale Grundlage für
mich, so ein persönliches Portrait
zu malen.
Biografie:
Thomas Aeffner wurde 1953
in Wietzen, einem Dorf in Niedersachsen
geboren. 1974 bestand er sein Abitur in
Nienburg/Weser und studierte im Anschluß
daran von 1974 bis 1979 in Essen Kunst und
Germanistik. 1982 bestand er das zweite
Staatsexamen für das Lehramt an der
Sekundarstufe II.
Da er aber nicht mit Worten
anderen Fremdes vermitteln wollte, ging
er den Weg des freien künstlerischen Arbeitens, um das, was
er fühlt, erlebt und erträumt
in neue Zeichen umzusetzen. So lebt er heute
mit seiner Frau, der Malerin und Bildhauerin
Cilia de Munnik auf einem ehemaligen Bauernhof
am linken Niederrhein am Rande eines internationalen
Naturreservates und arbeitet freiberuflich
als bildender Künstler.
Nachdem er sich über Jahre intensiv
mit der grafischen Technik der Radierung
beschäftigt hat, bevorzugt er inzwischen
die Malerei auf Leinwand mit Acrylfarben,
eine Technik, die seinem Wunsch nach spontaner
Malweise und kräftigem Farbausdruck
entspricht. Seine Themen findet er meist
in der Natur, wobei er bevorzugt die Dynamik
des Lebendigen darstellt.
Neben seinen freien Arbeiten, die weltweit
in Galerien vertreten sind, ist Thomas Aeffner
auch international als Portraitmaler bekannt.
Seine kunstpädagogischen Fähigkeiten
nutzend, gibt er seine Kenntnisse vom Zeichnen,
Aquarellieren und Acrylmalen in Kursen an
interessierte Anfänger und fortgeschrittene
Laien weiter.
Seit 1979 nimmt er regelmäßig
an Ausstellungen und Kunstmessen (z.B.:
Basel, Birmingham, Dortmund, Frankfurt,
Gent, Las Vegas, New York, Rotterdam, Utrecht)
im In- und Ausland teil.
Seine Arbeiten befinden sich in privatem
und öffentlichem Besitz.
Pressestimmen:
"Thomas Aeffner gilt
als einer der besten modernen Pferdemaler
in Deutschland. Seine Bilder haben viel
Dynamik, seine Farben, vor allem die Hintergrundfarben,
einen ganz eigenen Ausdruck von von Kraft.
Aeffner gelingt es, ... Bewegung und Freiheitsgefühl
in einem gemalten Bild einzufangen. Der
Künstler ... hat einen innigen Bezug
zur Natur, ein unglaubliches Gefühl
für Pferde und setzt diese immer wieder
gekonnt in Szene." (Die Pferderegion,
Dezember 2010)
"Aeffner gilt in hippophilen
Fachkreisen als der zeitgenössische
Pferdemaler schlechthin" (ars mundi
2009)
"Die Dynamik der Tiere fasziniert
mich", erklärt der Oberkrüchtener.
Das spiegelt sich in jedem einzelnen Bild.
... die Bilder leben. Das liegt nicht zuletzt
an den farblich ausdrucksstarken Hintergründen.
Es entsteht der Eindruck von Leben und
Bewegung ... Jedes seiner Bilder beginnt
der Künstler mit dem Hintergrund. "Ich
fange an und sehe, was sich auf dem Bild
entwickelt" betont er" (Westdeutsche
Zeitung 5.4/2006)
" Thomas Aeffner,
wahrscheinlich Deutschlands bester moderner
Pferdemaler, ... hat sich in die Herzen
vieler Menschen gemalt, weil er ihre Lieblinge
für die Nachwelt festgehalten hat" (Rheinlands
Reiter 4/2005)
"Das künstlerische
Einfangen von Bewegungen, eines unbändigen
Freiheitsgefühls und der atemberaubenden
Schönheit des Pferdes sind die anspruchsvollen
Aufgaben denen sich der aus Niedersachsen
stammende Maler mit Mut und Enthusiasmus
stellt" (Fest im Sattel 1/2004)
"Der
Maler muß einfach spüren, was
ein Pferd seinem Wesen nach ist, wie es
lebt, sich bewegt, die Urkraft, die es
entfaltet und die Unmöglichkeit für
den Ungeschulten, diese Urkraft zu beherrschen.
Und zweitens sollte der Maler natürlich
das Talent und die Erfahrung besitzen,
diese natürliche Anmut malerisch zu
interpretieren, so daß davon auch
der Kunstfreund und nicht nur der Tierfreund
etwas hat. Beide Voraussetzungen erfüllt
Thomas Aeffner " (ArtProfil 1/2003)
"In
seinen Pferden fand Thomas Aeffner die
Symbole für das Leben, denn Leben
ist für ihn vor allem Bewegung und
Bewegung Leben" (ArtProfil 1/2003)
"Zeit
und Vergänglichkeit sind sowohl kompositorische
als auch inhaltliche Elemente der Gemälde
Aeffners. Seine Darstellungen wirken nicht
statisch, sondern wie im Vorübergehen
aufgenommen, festgehalten in einem Augenblick,
der rasch vorübergeht" (ArtProfil
1/1999) " ... geht es ihm trotz seiner
Naturnähe nicht um das Abbild. Es
geht ihm vielmehr darum, Stimmungen, wie
sie sich in der Seele widerspiegeln, erfahrbar
zu machen, also letztendlich darum, hinter
das optisch Wahrnehmbare zu gelangen." (ArtProfil
1/1999) |