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Fleygur- Produkt des Monats Juli 2010
Der ChampionRider® - Sattel Pleasure III

Wir haben in den Monaten April, Mai und Juni 2010 den ChampionRider Sattel Pleasure III getestet und waren so begeistert, dass wir ihn als "Produkt des Monats Juli 2010" präsentieren.

 

Ihre Sattel-Odysse ist zu Ende! Sattelanpassung und ausführliche Beratung bundesweit.

Herstellung und Vertrieb:

ChampionRider ®
Sabrina Gilly
Strümpfelbacher Straße 18, 71546 Aspach
Tel. 07191-905501 Mobil: 0179-3284516
info@championrider.de
www.pleasure-saddles.de

 

 

Produktbeschreibung des Anbieters:

Der Gangpferde-Sattel, der Ihrem Pferd am meisten entgegenkommt ! Bequemer für Pferd und Reiter und kürzer in der Sattellage geht´s nicht ! Ein Muss für Pferde, die regelmäßig länger als 2 Stunden oder sogar bei Tages- oder Mehrtagesritten unterwegs sind oder nur selten und unregelmäßig geritten werden. Ein Sattel auch für schwierigste Pferderücken, wie z.B starke Senkrücken oder Rücken mit kaum noch vorhandener Muskulatur. Dieser Sattel kann auch als "Therapiesattel" für 180,00 € monatlich gemietet werden, Sie werden staunen, was in 2 Monaten mit dem Rücken Ihres Pferdes passiert..
Lieferbar in 4 Passformen und 2 Sitzgrößen
in den Farben schwarz oder braun

 


Unser Test:


Wir haben den Test mit zwei Sätteln, 4 Pferden und mehreren Reitern über einen Zeitraum von 2 Monaten durchgeführt. Neben unserem Testpferd Gletta kamen noch drei Stuten von Doris Haardt - Betreiberin des Hofs "Islandpferde vom Kattmannskamp" - zum Einsatz.

Am 16. April kamen Sabrina und Bernd Gilly zu uns, um die Sättel anzupassen.
Gletta bekam ihren "eigenen" Sattel, hier wollte Gabi vom Fleygur Team ihn aus der Sicht des Freizeitreiters testen.
Die drei Stuten von Frau Haardt teilten sich den zweiten Sattel. Hier sollte der PIII seine Qualitäten als "Allroundsattel" für mehrere Pferde unter verschiedensten Reitern unter Beweis stellen.



Ein Sattel der auf mehreren Pferden geritten werden kann ( v. links: Hervör, Doris auf Saidis, Djörfung )


Doris Haardt ist seit über 30 Jahren leidenschaftliche Islandpferdezüchterin und betreibt den Hof "Islandpferde vom Kattmannskamp". Zu Ihren Reitschülern zählen erwachsene - auch ältere - Anfänger und Wiedereinsteiger, die sie in der Regel einzeln, auch oft bei Ausritten im Gelände, unterrichtet. Da gerade diese Zielgruppe sich mit dem Erlernen von Körperspannung und Koordination naturgemäß oft schwerer tut, ist ein bequemer, sicherer Sattel ausgesprochen wichtig. Ausserdem sollte der Sattel auch dem Pferd den nötigen Komfort bieten und Defizite der Reiter bestmöglich ausgleichen. Wenn der Sattel dann auch noch für mehrere Pferde verwendbar wäre - für einen Betrieb spielen natürlich auch ökonomische Gesichtspunkte eine wichtige Rolle - hätte er alle Kriterien erfüllt.

Ein Pleasure III, der auf mehreren Pferden geritten werden kann, sollte also bei der Anprobe gefunden werden.
Nach dem Vorgespräch über Verwendungszweck, Reiter (durchschnittliche Größe und Gewicht) und Besonderheiten jeden einzelnen Pferdes wurden diese zuerst ausführlich bezüglich Gebäude, Bemuskelung und Trainigszustand begutachtet. Anschließend wurden die passenden Sättel ausgewählt und anprobiert. Unter den kritischen Augen von Sabrina Gilly wurde jedes Pferd vorgeritten und Sitz und Passform des Sattels wurde anschließend nochmals überpüft:

 

Saedis:

Sabrina Gilly:
Saedis hat durch ihre Babypause keine Spuren in der Rückenmuskulatur durch ihren Vorgänger Sattel aufgezeigt, d.h. keinerlei Muskulaturatrophie in der Sattellage oder Verspannungen in der Lendenwirbelsäule. Lediglich ist die Muskulatur nicht so stark wie bei einem gerittenen Pferd. Gut erkennbar auch an der fehlenden Bauchmuskulatur. Die Bauchlinie könnte gespannter/straffer sein, diese wird nun durch Reiten wieder gestärkt. Die Rückenlinie hat einen schönen Verlauf, nicht zu steil zur Lende und auch nicht zu weich, dass sie dazu neigen würde den Rücken wegzudrücken. Ein ideales Pferd zum Sattel anpassen.

Doris Haardt: Saedis (13) ebenso wie Djörfung nach 5 Jahren „Babypause“ wieder im Training lief auch deutlich lockerer als sonst. Sie hat einen traumhaften Toelt - butterweich - fast erschütterungsfrei, immer taktklar und gern sehr schnell. Sie vermittelt gerade meinen "töltunerfahrenen" Reitschülern ein Gefühl für diese Gangart und schnelle Erfolgserlebnisse. Dies gelingt mit dem PIII natürlich besonders gut - selbst im sehr schnellen Tempo fühlen sich die Reiter ganz sicher im PIII.

 


 

Djörfung:

Sabrina Gilly:
Djörfung hat einen sehr geraden Rücken, den Sie auch gerne in der Lendenwirbelsäule fest macht. Selbst nach 4 Fohlen kann ich dort leichte Verspannungen feststellen.
Die leicht „speckige“ Schulter macht es zusammen mit der fehlenden Bauchmuskulatur dem Sattler schwer, den Sattel zum Halten zu bringen.
Wenn einem Pferd Bauchmuskulatur fehlt, wandert die Gurtlage auf dem Brustbein sehr weit nach vorne Richtung Ellenbogen. Eine anatomisch korrekte Strupfenführung am Sattel kommt jedoch zentral aus dem Sattel und vermeidet eine Strupfe (wie sie leider fast in allen Sätteln zu finden ist), die am Kopfeisen festgemacht ist. Die Strupfen kommen senkrecht, der Gurt rutscht nach vorne zum Ellenbogen und wirkt damit einen Schrägzug auf den Sattel aus und schiebt ihn auf die Schulter.
Da ein Sattel mit dem Baum nichts auf der Schulter zu suchen hat, gibt es verschiedene Ansätze den Sattel zum Halt zu bringen. Die häufigst gewählten und für das Pferd im Anschluss am Schädlichsten wären die Anbringung einer Vorgurtstrupfe am Kopfeisen (häufig V-Gurtung) und/oder das Eisen hinter der Schulter so eng zu machen, dass es sich regelrecht „verklemmt“. Der Sattel rutscht nun nicht mehr, aber der Trapez wird dafür nicht mehr richtig versorgt und beginnt sich zurückzubilden.
Unsere Philosphie ist, dass bei einem Sattel mit pferdegerechtem Schwerpunkt und Druckverteilung sich das Pferd wieder formt, besser und weiter untertritt und damit die Bauchmuskulatur strafft und die Gurtlage sich weg vom Ellenbogen verschiebt. Dazu muss natürlich der Sattel hinter der Schulter zum Liegen kommen. Bei einem passenden Sattel, der im Niveau liegt, ist für Djörfung nun nur noch die Gurtlage das Problem. Wir arbeiten in diesem Fall mit einem Silikonpad, dass dem passenden Sattel hilft sitzen zu bleiben und gurten dafür etwas lockerer, damit der Zug durch den Gurt nicht voll in Kraft gesetzt werden kann.
Nach mehreren Ritten verbessert sich die Gurtlage zusehendst und sobald der Gurt nicht mehr schräg sondern senkrecht verläuft kann das Silikonpad gegen eine normale Baumwolledecke getauscht werden.
Hervör:

Doris Haardt:
Meine 15 jährige Stute Djörfung, die sich sehr schnell verspannt und festmacht, lief von Anfang an mit dem PIII auffallend locker und unverkrampft. Mit ihr reite ich besonders gern Rennpaß im Gelände - auch hier liegt der PIII optimal, rutscht nicht und sowohl Djörfung als auch ich haben einen Riesenspaß.

 

Bilder: Sabrina und Bernd Gilly kontrollieren Sitz und Passform des Sattels bei Djörfung

 

Hervör

Sabrina Gilly:

Auch Hervör hat noch eine geringe Muskulaturstärke, da sie gerade erst von der Koppel kommt und es für sie neu und ungewohnt ist, einen Sattel ja sogar einen Reiter auf ihrem Rücken zu spüren/tragen. Gerade hier zeichnen sich die großflächigen Kissen des Pleasure III aus, die das Gewicht optimal und gleichmäßig verteilen. Die Muskulatur darf niemals punktuell oder mit zu „harten“ Materialien belastet werden, je großflächiger die Belastungverteilung umso leichter kann die Muskulatur arbeiten. Kissen dürfen jedoch auch nicht zu weich sein, da sie sonst unter dem Reitergewicht nicht formstabil bleiben und zusammen gepresst werden, wie und wo der Reiter gerade sein Gewicht platzieren möchte. Hierfür hilft beim Pleasure III auch der Baum, der den Reiter auf keinen Fall zu weit hinten Platz nehmen lässt und den Sattel dadurch immer im Gleichgewicht hält. Bei flachen Sätteln besteht die Gefahr, dass der Reiter sich (un-)bewusst nach hinten schiebt und somit den Sattel wie eine Schaukel nach vorne schiebt.
Sitzt der Reiter im Schwerpunkt ist er selbst entspannt, das Pferd kann sich entspannen und leichter ausbalancieren.

Doris Haardt :
Hervör (6) hatte 2 Fohlen , ist kaum geritten worden – also praktsch ein Jungpferd ohne Reitpfermuskulatur. Sie war von Anfang an unter dem PIII unverspannt und ausballanciert. Der hohe Hinterzwiesel verschafft auch dem erfahrenem Reiter zusätzlich ein sicheres Gefühl.


Bilder rechts:
Hervör bei der Anpassung und beim Proberitt

 

 

Doris Haardt Ergebnis:
Der Sattel hatte ziemlich schnell seinen Spitznamen hier auf dem Hof: „DAS SOFA“.
Alle Reitschüler waren sofort begeistert von der Bequemlichkeit und dem sicheren Gefühl, das der PIII vermittelt. Bei ungeübten Reitern mit wenig Körperspannung ersparte der Sattel den Pferden bestimmt so manche Steifheit und Verspannung.
Aber auch Melissa Heinze (Trainer B) und Frauke Redemann (u.a. 2009 Norddeutscher Jugendmeister T2 ), die zwischendurch unsere Pferde ritten, empfanden den Sattel als angenehm, nicht einengend mit viel Kontakt zum Pferd.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Sicherheit die der Sattel dem Reiter bei der Arbeit mit Jungpferden gibt.
Vor die Wahl gestellt haben sich alle auf dem im Hof immer für den PIII entschieden, und ich bin überzeugt: die Pferde hätten es genauso gemacht. Wahrscheinlich nennen auch sie ihn nur „Das Sofa“.


 

 


Gletta's Sattel wird angepasst

Gletta und Gabi hatten vor knapp einem Jahr bereits den Pleasure II getestet und waren damals so zufrieden, dass sie ihn behalten haben. Nun waren wir wirklich gespannt, wie der Pleasure III abschneiden würde. Um Gletta in allen Gangarten richtig zu fordern sind wir auf die Ovalbahn vom Quillerhof zu Melissa Heinze (Trainer B) gefahren und haben die Anpassung dort durchgeführt. Neben Gabi hat auch Melissa den PIII bei der Anprobe geritten, da sie Gletta vom Unterricht her gut kennt. Auch Melissa fand Gletta unter dem PIII sehr locker und den Sattel überaus bequem.

Gabi's Ergebnis: Gletta und ich sind jetzt seit gut zwei Monaten ausschließlich mit dem PIII unterwegs. Gletta läuft richtig zufrieden und ihre Rückenmuskulatur ist nochmals deutlich besser geworden. Der Sattel rutscht nicht und auch nach langen Ritten fühlt sich Glettas Rücken noch locker und entspannt an.
Ich habe noch nie in einem bequemeren Sattel gesessen. Auch wenn nach einem anstrengenden Tag mal keine sportlichen Ambitionen da sind und ich durchs Gelände trödele - also eigentlich nicht die optimale Körperspannung und gerade Körperaufrichtung habe - sitzte ich im PIII gut im Schwerpunkt des Pferdes und habe das Gefühl, Gletta nicht zu stören. Der hohe Hinterzwiesel gibt der unteren Lendenwirbelsäule leichten Halt, was man gerade auch auf langen Ritten zu schätzen lernt.
Ganz toll finde ich auch das sichere Gefühl, dass der PIII einem vermittelt - gerade wenn ich allein mit Gletta unterwegs bin, kann sie sich schon mal etwas "aufregen" - da ist ein Sattel der guten Halt bietet sehr beruhigend für den Menschen der oben sitzt.
Aber auch für das dressurmäßiges Reiten auf dem Platz finde ich den PIII gut geeignet. Ich habe das Gefühl sehr nah am Pferd zu sitzen und mit den Geichtshilfen gut durchzukommen.
Der PII ist ein toller Sattel, für mich als reine Freizeitreiterin die fast ausschließlich im Gelände unterwegs ist, finde ich den PIII hier noch geeigneter. Ausserdem ist er so bequem, dass man auch nach langen Ritten gar nicht mehr absitzen möchte!
Warum er für ein Pferd wie Gletta der optimale Sattel ist erfahren Sie weiter unten im Interview mit Sabrina Gilly

 

 

Melissa Heinze mit Gletta während der Sattelanpassung im Trab und Galopp


Gabi und Gletta mit ihrem Pleasure III gegen Ende der zweimonatigen Testphase.

 

   

Glettas Testergebnis:

Mittlerweile wachsen mir Sabrina und Bernd, von der Firma ChampionRider, schon richtig ans Herz. Wenn sie mich besuchen kommen, stehe ich immer stundenlang im Mittelpunkt und es gibt viele Leckerlies. Den PIII finde ich übrigens auch richtig gut, denn er ist einfach superbequem und richtig komfortabel.

 

Unser Fazit:
Gabi:
Da ich hauptsächlich im Gelände unterwegs bin spielen hauptsächlich Bequemlichkeit auf längeren Ritten (sowohl für mich als auch für Gletta) und Sicherheit eine wichtige Rolle. Diese Kriterien erfüllt der PIII für mich optimal. Da sich Glettas Figur, entsprechend ihrem Trainingszustand (Bemuskelung), oft mehrmals im Jahr verändert, waren bei früheren Sätteln häufige Anpassungen notwendig - der PIII hat diesbezüglich einen viel größere Toleranzbereich. Ich kann den PIII nur wärmstens empfehlen und möchte selbst, gerade bei längeren Ritten, nicht mehr auf ihn verzichten.
Unsere Testergebnisse, die Verarbeitung und die gute Lederqualität, verbunden mit dem sehr guten Service der Firma Championrider rechtfertigen den Preis von 2490,- Euro voll und ganz.

Doris: Der PIII hat mich in jeglicher Hinsicht überzeugt. Der hohe Anschaffungspreis relativiert sich durch die Möglichkeit, den Sattel auf mehreren Unterrichtspferden und auch bei der Ausbildung von Jungpferden einzusetzten zu können. Ich kann nur sagen, jedes Schulpferd hätte einen PIII verdient und ihn uneingeschränkt empfehlen...

Tipp: Lesen Sie auch den Testbericht zum Pleasure II - dem Produkt des Monats September 2009

 

Gewinnspiel: Im Rahmen unserer Testaktion stiftet die Firma ChampionRider

5 x je 1 exclusives ChampionRider-Halfter mit Strick


Teilnahme:

Beantworten Sie folgende Frage: In wievielen Passformen kann man den Pleasure III erhalten?

Antwort: in 4 Passformen
gewonnen haben: Barbara D. aus 83026, Kirsten H. aus 49565, Natalie D. aus 41812, Lars H. aus 16341,


Die Gewinner werden unter den richtigen Einsendern ausgelost und im August hier bekanntgegeben.
Keine Barauszahlung möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

 

 

Interview mit Sabrina Gilly

Fragen:

Was unterscheidet den Pleasure III vom Pleasure II ?

Diese Frage ist für uns schwer zu beantworten, da beide Sättel die gleiche Philosophie verfolgen und dennoch verschieden sind.
Für ein muskulär intaktes Pferd machen die beiden Modelle keinen Unterschied. Hier entscheidet das Wohlbefinden des Reiters.

Prinzipiell ist der Pleasure II der sportlichere Sattel bezugnehmend auf seine Optik. Dennoch kann er auch auf täglichen Ritten bis zu 2 Stunden geritten werden. Dressur, Gang, Gelände, alles ist möglich.

Den Pleasure III legen wir Pferden ans Herz, die deutliche Muskelatrophien haben und/oder altersbedingt den Rücken senken. Dies kann auch bei jungen Pferden der Fall sein. Diese regenerieren sich durch den Pleasure III sehr schnell und vor allem erfolgreich, daher vermieten wir ihn als Therapiesattel.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind Kunden, die deutlich längere Ritte reiten. Nach längerer Zeit verliert man die Körperspannung beim Reiten und man lässt sich eher vom Pferd tragen. Der Baumschwung im Pleasure III verhindert falsche Druckbelastung im hinteren Bereich des Sattels.
Ideal ist er auch bei der Jungpferdeausbildung oder im Beritt, da er durch die großflächigen Kissen auf mehreren Pferden funktionier.
Als Reiter kann man im Pleasure III Halt finden und sich sofort entspannen und wohlfühlen, wie Doris auch von ihren Reitschülern berichtet hat.

Warum ist gerade für ein Pferd mit schwierigem Gebäude wie Gletta der PIII die bessere Alternative?

Ist das Pferd gebäudebedingt schwer im Gleichgewicht zu reiten ist es umso wichtiger, dass der Reiter perfekt im Schwerpunkt sitzt und nicht hinter die Bewegung des Pferdes kommt. Der Pleasure III mit seinem tiefen Sitz hilft dem Reiter dort zu sitzen und immer zentral zu belasten. Die großflächigen Kissen helfen Halt zu finden, auch wenn die Muskulatur zuvor nicht ganz so stark war. Sitzt der Reiter perfekt im Niveau auch bei schnelleren Gangarten bleibt der Sattel auch ohne fest zu gurten liegen. Hier hat Gletta ihr Problem mit der vorverlagerten Gurtlage wie bei Djörfung. Der Niveau-Erhalt in allen Gangarten ist hier das Geheimnis, nicht die integrierte Vorgurtstrupfe oder V-Gurtung!

Drei Pferde ein Sattel - wie kann der PIII jedem der drei Pferde gerecht werden?

Ich habe den Sattel auf jedem der 3 Pferde sowohl stehend als auch unter Reitergewicht in Bewegung auf seine Passform überprüft. Wäre ein Pferd deutlich aus der Reihe gefallen, dass es deutlich breiter gewesen wäre, hätte man dieses Pferd leider nicht testen können. Diese 3 Pferde waren zwar verschieden, aber nicht in Extremen. Die Unterschiede bei diesen Pferden werden durch die Kissen kompensiert. Wichtig ist mir immer, dass der Winkel des Kopfeisens nicht klemmt, sondern parallel zur Schulter verläuft, und dass der Reiter im Schwerpunkt sitzt. Auch hier kommt dem Sattel der Baumschwung zu Hilfe, da er verhindert, dass zu lang getragen wird. Je nach Rückenschwung endet die Belastung ein paar Millimeter weiter vorne oder hinten.

Warum ist der Hinterzwiesel eigentlich so weit hochgezogen?

Diese Art von Sattelbaum mit hohem Hinterzwiesel erlaubt dem Reiter nur eine pferdegerechte, anatomisch korrekte Sitzposition einzunehmen. Egal in welcher Gangart und in welchem reiterlichen Können. Es ist unmöglich zu weit hinten zu sitzen und damit dem Pferd Druck auf die Lendenwirbelsäule zu bringen.

Der Pleasure III wirkt optisch sehr voluminös, dazu kommen noch die riesigen Kissen. Man denkt automatisch „oh je, so weit weg von meinem Pferd, da spür ich ja gar nichts mehr und bewegen kann ich mich auch nicht“. Und dann reitet man und erfährt genau das Gegenteil: man sitzt sehr tief, bei passender Sitzgröße fühlt man sich überhaupt nicht eingesperrt sondern einfach nur bequem. Beim Pferd fühlt man jede Muskelbewegung, da die Kissen in der Sitzfläche dünner sind und der mehrschicht-verleimte Holzbaum einem das Pferd lesen lässt.
Nimmt man den Sattel nach dem Reiten herunter kann man am Schweißbild erkennen, dass er trotz seinem Volumen eine sehr kurze Tragefläche hat, ca. 36-40cm.
Wichtig: Sattellänge ist nicht gleich Tragelänge!


         
 
 

 


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